
Wien Die OMV hat im zweiten Quartal dank der wiederanlaufenden Produktion in Libyen mehr Öl und Gas gefördert. Von April bis Juni stieg die Gesamtproduktion im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund ein Zehntel auf 305.000 Barrel pro Tag, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit liege die Produktion in dem Land nun nahe dem Vorkrisenniveau. Vor dem Ausbruch der Unruhen hatte die österreichische Firma rund zehn Prozent ihrer konzernweiten Fördermenge aus dem nordafrikanischen Land bezogen. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi lief die Produktion erst im November 2011 wieder an und steigt seither sukzessive.
Die Raffineriemargen, die die Profitabilität des Öl- und Gasgeschäftes messen, stiegen deutlich auf 4,15 von 1,51 Dollar je Barrel. Die Kennzahl setzt die Kosten für die Förderung von Öl und Gas in Relation zu den Gewinnen, die OMV damit erzielt. Grund für den Anstieg waren niedrigere Kosten für den eigenen Energieverbrauch durch sinkende Ölpreise. Zudem profitierte die OMV von höheren Preisen in der Petrochemie, für die Öl der Grundstoff ist. Im Tankstellengeschäft kam der OMV der Start der Urlaubssaison zugute. Den kompletten Quartalsbericht will die OMV am 8. August veröffentlichen.





















