Expansion: Conti will Geschäft mit Elektroautos ausdehnen

Expansion: Conti will Geschäft mit Elektroautos ausdehnen

, aktualisiert 06. November 2011, 12:04 Uhr
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Conti will auf bis zu 200.000 Mitarbeiter anwachsen.

von Mark Christian SchneiderQuelle:Handelsblatt Online

Trotz der steigenden Konjunkturrisiken geht der Autozulieferer von einer weiteren Expansion in den nächsten Jahren aus. Bis 2020 wird das Unternehmen voraussichtlich rund 36.000 Arbeitsplätze schaffen.

HamburgDer Autozulieferer Continental geht davon aus, dass sich Elektroautos nach einer langsamen Startphase zügiger durchsetzen werden als bisher angenommen. „Das Blatt dürfte sich viel schneller als erwartet wenden“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart dem Handelsblatt. „Für 2025 rechnen wir bei stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit mit einer Produktion von 115 Millionen Autos und leichten Nutzfahrzeugen, vor allem getrieben von der Nachfrage in den Schwellenländern.

Auf Basis verschiedener Studien und eigener Berechnungen gehen wir dann, je nach Region, von mehr als 40 Prozent Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektroantrieb aus. Davon dürfte rund ein Viertel rein elektrisch fahren. Das wären weitaus höhere Werte als bisher gedacht.“

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Das wachsende Interesse in der Autoindustrie an Elektroantrieben spiegelt sich im Auftragsbuch des zweitgrößten Autozulieferers der Welt hinter Bosch wider. „Wir haben derzeit mit 17 Kunden rund 90 Serienprojekte, die in den nächsten zwei Jahren realisiert werden und dann anlaufen. Davon zählen übrigens mehr zum Bereich elektrisches Fahren als zu Hybridsystemen. Und bereits zehn Prozent der Projekte kommen aus Asien“, so Degenhart.

Im Wettkampf mit Branchenführer Bosch will Conti durch den Wandel zum Elektroauto das etablierte Geschäft erweitern. Sein Unternehmen müsse dazu „flexibler und agiler werden, schneller auf Veränderungen des Marktes reagieren“, sagte Degenhart. „Damit meine ich auch eine stärkere Orientierung an Dienstleistung und Service. Continental hat die Chance, durch Elektromobilität die klassischen Geschäftsbereiche zu erweitern. Wenn sich dort Gelegenheiten bieten, werden wir sie ergreifen.“

Bricht der Automarkt nicht ein, können die Aktionäre des MDax-Konzerns nach Jahren der Flaute für das Geschäftsjahr 2011 wieder mit einer Dividende rechnen. „2011 wird ein gutes Jahr. Es gibt nach wie vor die Chance, dass der Automarkt auch 2012 wächst, allerdings im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Aber das werden wir erst Anfang des Jahres verlässlicher einschätzen können. Gestaltet sich die Entwicklung bis Anfang 2012 positiv, ist eine Dividende möglich“, sagte Contis Vorstandschef dem Handelsblatt.

Trotz der steigenden Konjunkturrisiken geht der Autozulieferer von einer weiteren Expansion in den nächsten Jahren aus. Das soll zu einem Aufbau bei den Beschäftigten führen. Degenhart: „2009 hatten wir einen Umsatz von 20 Milliarden Euro und wenig mehr als 130.000 Mitarbeiter. Aktuell haben wir 164.000 Beschäftigte und erwarten 2011 einen Umsatz von mindestens 29,5 Milliarden Euro. Da wir weiter wachsen wollen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Mitarbeiterzahl an 200.000 heranreicht. Stimmt das wirtschaftliche Umfeld, könnte das spätestens 2020 der Fall sein.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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