Finanzlage: Weniger Insolvenzen im Jahr 2011

Finanzlage: Weniger Insolvenzen im Jahr 2011

, aktualisiert 01. Dezember 2011, 11:50 Uhr
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Bisher größter Insolvenzfall in diesem Jahr: Druckmaschinenhersteller Manroland.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach Kalkulationen des Wirtschaftsdienstleisters Creditreform wird die Zahl der Firmen- und Privatpleiten im laufenden Jahr geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Verbraucherinsolvenz bleibe jedoch ein „Massenphänomen“.

Frankfurt/NeussDie gute wirtschaftliche Lage hat die Zahl der Firmen- und Verbraucherpleiten in diesem Jahr gedrückt. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform (Neuss) rechnet nach Angaben vom Donnerstag für das Gesamtjahr mit 30.200 (Vorjahr: 32.060) Unternehmensinsolvenzen. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen dürfte auf 103.200 (109.960) sinken.

Dass erneut mehr als 100.000 Privatleute Insolvenz anmelden werden, wertete Creditreform als Zeichen dafür, „dass die Verbraucherinsolvenz in Deutschland mittlerweile ein Massenphänomen darstellt“. Seit Einführung der Insolvenzordnung für Privatpersonen im Jahr 1999 ist der diesjährige der zweithöchste Stand insgesamt. Seit der Neuregelung gab es in Deutschland damit mehr als 800.000 Fälle in Deutschland, in denen Verbraucher eine Befreiung von ihrer Restschuld beantragt haben.

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Bei den Unternehmensinsolvenzen verringerte sich der Schaden für die Gläubiger deutlich stärker als die Zahl der Fälle. Die Gläubiger mussten 23,3 Milliarden Euro abschreiben, 27,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Von dem entstandenen Ausfall entfielen 16,7 Milliarden Euro auf private und gewerbliche Gläubiger und 6,6 Milliarden Euro auf die öffentliche Hand.

Bisher größter Fall bei den Unternehmen ist in diesem Jahr Manroland: Der Druckmaschinenhersteller hatte am vergangenen Freitag Insolvenzantrag gestellt, etwa 6500 Beschäftigte bangen nun um ihre Arbeitsplätze.

Unter den insolventen Verbrauchern bekam laut Creditreform zuletzt die Gruppe der älteren Menschen ein stärkeres Gewicht. So erhöhte sich der Anteil der ab 70-Jährigen von 1,7 auf 2,0 Prozent aller Fälle, der der 60- bis 69-Jährigen um 0,3 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent und der Anteil der 50- bis 59-Jährigen stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 19,5 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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