Fleischproduzent : Robert Tönnies drängt auf Teilurteil gegen seinen Onkel

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von Mario Brück

Robert Tönnies, Sohn des 1994 verstorbenen Gründers des Fleischkonzerns Tönnies, will seinen Onkel Clemens Tönnies durch ein Teilurteil im Prozess vor dem Bielefelder Landgericht entmachten.

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Clemens Tönnies im November 2014 vor der Verhandlung mit seinem Neffen Robert Tönnies im Gerichtssaal in Bielefeld.

Vor dem Gerichtstermin am kommenden Montag hat sein Anwalt Mark Binz nach Informationen der WirtschaftsWoche in einem Schriftsatz dem Gericht nahegelegt, ein Teilurteil zu fällen. Dem Schriftsatz zufolge hält Binz den Vorwurf der arglistigen Täuschung für hinreichend bewiesen und damit für entscheidungsreif. Weder Binz noch Robert Tönnies wollten sich gegenüber der WirtschaftsWoche dazu äußern.

Gründersohn Robert Tönnies fordert in dem Verfahren einen Fünf-Prozent-Anteil zurück, den er seinem Onkel Clemens Tönnies 2008 geschenkt hat. Inzwischen wirft der Neffe seinem Onkel groben Undank und arglistige Täuschung vor. Dieser Vorwurf ist Gegenstand der Verhandlungen am Montag in Bielefeld.

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Sollte das Gericht entscheiden, dass tatsächlich eine arglistige Täuschung vorliegt, wäre das eine Vorentscheidung im Ringen um die Macht im Konzern, der jährlich mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz erlöst. Setzt sich Robert Tönnies mit dem Schenkungswiderruf durch, geriete Geschäftsführer Clemens Tönnies in die Minderheit. Derzeit halten beide Inhaber je 50 Prozent an dem Fleischproduzenten.

 

 

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