Airbus-Gewinn bricht wegen Triebwerksproblemen ein

Flugzeugbauer: Airbus-Gewinn bricht wegen Triebwerksproblemen ein

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Ein Airbus A380

Airbus hat weiter Probleme mit seinen Hoffnungsträgern A320neo und A380. Das drückt den Aktienkurs. Der Flugzeugbauer sieht die Schuld beim Triebwerkslieferanten Pratt & Whitney.

Der Flugzeugbauer Airbus bekommt die Probleme mit seinen Hoffnungsträgern A320neo und A380 nicht in den Griff. Der Konzern berichtete am Donnerstag von einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal und stellte sein Ziel von 700 ausgelieferten Zivilflugzeugen im laufenden Jahr infrage. Bei seiner Prestige-Maschine, dem Großraumjet A380, erwartet Airbus zudem einen Rückgang der ausgelieferten Exemplare auf neun im Jahr 2019 von zwölf im Jahr 2018. Die Aktie war mit einem Abschlag von 3,4 Prozent größter Verlierer im Nebenwerteindex MDax.

Die Hauptschuld für die Schwierigkeiten beim Kurz- und Mittelstreckenflugzeug A320neo, dem wichtigsten Modell bei Airbus, gab Vorstandschef Tom Enders dem US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Der Lieferant müsse sich mehr anstrengen, um die Triebwerksmängel zu beheben, sagte Enders in einer Telefonkonferenz. "Pratt & Whitney hat Lösungen zur Behebung einiger Mängel bereitgestellt, die im Regelbetrieb aber noch nicht zuverlässig greifen", erklärte der Konzern. Es werde daher anspruchsvoller, wie geplant im laufenden Jahr 200 Flugzeuge des Typs A320neo auszuliefern. Das Ziel von insgesamt 700 Auslieferungen hänge nun vom Nachbesserungs-Erfolg der Zulieferer ab.

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Das Nettoergebnis im zweiten Quartal brach mit einem Rückgang um 34 Prozent auf 895 Millionen Euro zwar nicht so stark ein wie von Branchenexperten befürchtet. Allerdings sank das Betriebergebnis (bereinigtes Ebit) mit einem Minus von 27 Prozent auf 859 Millionen Euro stärker als am Markt erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Überschuss von 525 Millionen Euro und einem bereinigten Ebit von 910 Millionen Euro gerechnet. Der Konzernumsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 15,7 Milliarden Euro.

Erzrivale Boeing hatte dagegen am Mittwoch von guten Geschäften mit seinem Vorzeigemodell 787-Dreamliner berichtet und mit einem optimistischeren Ausblick auf das Gesamtjahr seinen Aktienkurs auf ein Rekordhoch geschickt.

Eine weitere Sorge von Airbus-Chef Enders bleiben die technischen Probleme des Militär-Transporters A400M und die daraus folgenden Vertragsquerelen mit den Abnehmerstaaten. Die Gespräche mit diesen Kunden verliefen konstruktiv, sagte Enders lediglich. Das Bundesverteidigungsministerium sieht die volle militärische Einsatzfähigkeit des A400M gefährdet. Airbus verbuchte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro an Sonderlasten für den Pannenflieger, der seit langem mit Verzögerungen zu kämpfen hat. Daraufhin wandte sich der Luftfahrtkonzern mit der Bitte um neue Verhandlungen an die Abnehmerstaaten.

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