Flugzeugbauer expandiert: Airbus will in Indien produzieren

Flugzeugbauer expandiert: Airbus will in Indien produzieren

Quelle:Handelsblatt Online

Airbus treibt es nach Indien: Konzernchef Enders kündigte nach einem Treffen mit dem Premierminister Modi an, auf dem Subkontinent produzieren zu wollen. Zuvor hatte eine indische Airline eine Massenbestellung getätigt.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will künftig auch in Indien produzieren. Airbus-Chef Tom Enders sagte am Samstag nach einem Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi in Toulouse, Airbus sei bereit, in Indien herzustellen.

Dabei gehe es etwa um eine Endmontage von militärischen Transportflugzeugen und Hubschraubern. Bisher betreibt Airbus Ingenieurszentren und eine Forschungseinrichtung in Indien.

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Die Problemzonen der Airbus Group

  • Geschäftsfeld Großraumflugzeuge

    Im Kerngeschäft Ziviljets lebt Airbus fast nur von den A320-Mittelstreckenfliegern. Auf der Langstrecke bringt nur das älteste Modell A330 Geld. Der neue A350 wird netto erst nach 2020 Gewinn abwerfen, der Superjumbo A380 wohl nie.

  • Geschäftsfeld Rüstung

    Kampfjets und Raketen bringen viel Profit. Doch ab 2018 fehlen neue Aufträge. Für die Drohne Talarion fand Airbus keine Kunden, und das Geschäft mit Grenzsicherung wirft weniger ab als erwartet.

  • Organisation

    Die Airbus Group wurde 2000 als EADS gegründet. Dabei wurden völlig unterschiedliche Unternehmen zusammengeworfen, die schon in ihren vier europäischen Heimatländern kaum kooperierten. Trotz mehrerer Umstrukturierungen werkeln Firmenteile weiter vor sich hin, gibt es Doppelarbeiten und kaum Synergien.

  • Politik

    Seit der Airbus-Gründung kämpfen Frankreich und Deutschland darum, mehr High-Tech-Jobs als der andere zu bekommen. Dazu vergeben sie Aufträge und Anlauffinanzierungen. Paris versuchte auch schon, die Mehrheit am Konzern zu erlangen.

  • Enders' Fehler BAE

    Eine Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE schien ideal: Sie rettete Airbus das Waffengeschäft und half bei der Globalisierung. Doch Enders hatte unterschätzt, wie viel politisches Porzellan er mit seiner schroffen Art in Berlin zerschlagen hatte. Berlin legte sein Veto ein.

  • Enders' Übermut

    2008 wollte Enders Airbus-Werke an Zulieferer verkaufen. Der Deal platzte, weil er den Käufern auch einen Teil des Wechselkursrisikos aufbrummen wollte.

Modi eröffnet am Sonntag gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hannover Messe. Indien ist diesmal das Partnerland der weltgrößten Industrieschau.

Ender sagte, Indien nehme eine wichtige Rolle in den internationalen Aktivitäten von Airbus ein. Im vergangenen Oktober hatte sich der Konzern einen Milliardenauftrag aus Indien gesichert. Die Inlandsfluggesellschaft IndiGo hatte einen Kaufvertrag über 250 Maschinen aus der A320neo-Klasse unterzeichnet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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