
Nach über 1500 Neubestellungen 2011 werde es einen großen Abschwung geben, zitierte die „Financial Times Deutschland“ Airbus-Chef Thomas Enders. Eine Prognose sei schwer, aber er gehe davon aus, dass der Auftragseingang in etwa auf dem Niveau der Produktionsrate liege. Enders, der bei einem Analysentreffen in London sprach, rechnet dem Bericht zufolge für das kommende Jahr mit rund 550 Bestellungen, das wäre sogar nur ein Drittel von dem, was 2011 in den Büchern stehe.
Quelle: dpaDie wichtigsten Deals der Flugzeugbauer
Lion Air: 21,7 Milliarden Dollar
Es ist der größte Flugzeugdeal aller Zeiten: Die indonesische Fluggesellschaft Lion Air hat jetzt beim US-Flugzeugbauer Boeing einen Auftrag im Gesamtwert von 22,4 Milliarden Dollar (rund 16,9 Milliarden Euro) unter Dach und Fach gebracht. 230 Flugzeuge, davon 201 Flugzeuge des Models 737 MAX und 29 Maschinen vom Typ 737-900, sollen an die Indonesier geliefert werden. Zudem sicherte sich Lion Air eine Kaufoption für weitere 150 Flugzeuge.
Quelle: PressebildNorwegian: 21,5 Milliarden Dollar
Für 21,5 Milliarden US-Dollar (16,5 Milliarden Euro) gibt die norwegische Billig-Fluggesellschaft Norwegian im Januar 2012 Flugzeuge in Auftrag. Weil der Deal bei der indonesischen Lion Air noch nicht in trockenen Tüchern ist, gilt der Auftrag damit als größte Bestellung in der europäischen Zivilluftfahrt – in Europa auf jeden Fall. Allerdings kaufen die Norweger sowohl bei Boeing als auch bei Airbus: 122 Boeing 737 und 100 Airbus A320neo stehen auf der Einkaufsliste. Zudem sicherte sich das Unternehmen eine Option auf weitere 150 Maschinen - 100 von Boeing und 50 von Airbus. Die neuen Maschinen sollen ab 2016 mit Norwegian-Logo starten.
Quelle: dpaSouthwest Airlines: 19 Milliarden Euro
Die US-amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airline verschaffte Boeing zum Jahresende 2011 einen neuen Großauftrag. Mit 208 Flugzeugen des Typs 737 MAX ist es gemessen an der Flugzeugzah der bisher größte Auftrag in der Geschichte des Flugzeugbauers. Die Gesamtsumme des Auftrags beläuft sich damit auf beinahe 19 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro) berechnet am Listenpreis und ist damit - rechnet man den Lion-Boeing-Deal nicht hinzu - der teuerste Flugzeugkauf jemals.
Quelle: dpaAirAsia: 18 Milliarden Dollar
Im Juni 2011 bestellte die asiatische Billigflieger-Airline AirAsia bei der EADS-Tochter Airbus insgesamt 375 Flugzeuge der A320-Familie. Für Airbus ist dies bislang größte Auftrag in der Geschichte des Airbus 320, so die Airline. Geht man nach dem Listenpreis läge der Gesamtwert des Auftrags bei rund 18 Milliarden US-Dollar, wobei hier noch Rabatte ausgehandelt werden können. Zudem hat AirAsia sich eine Option offen gehalten, weitere 100 Flugzeuge bei Airbus zu kaufen.
Quelle: dpaQatar Airways: 16 Milliarden US-Dollar
In den Jahren 2007 und 2008 sorgen Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten für Rekordeinkäufe in der Flugzeugwirtschaft. Qatar Airways orderte 2007 80 Maschinen des Typs A350 von Airbus; Auftragsvolumen: 16 Milliarden US-Dollar. Und Etihad, die Fluggesellschaft des Emirats Abu Dhabi bestellte 2008 insgesamt 55 Maschinen verschiedener Typen.
Quelle: APEmirates: 18 Milliarden Dollar
Die Airline Emirates bestellte im Zuge der Luftfahrt-Messe in Dubai im November 2011 beim US-Unternehmen Boeing 50 Langstrecken-Maschinen des Typs 777. Für den Flugzeugbauer ist es der größte Auftrag in seiner Geschichte und beläuft sich auf rund 18 Milliarden Euro.
Sollte Emirates die Option auf 20 weitere Maschinen wahrnehmen, erweitert sich diese Summe sogar noch auf 26 Milliarden Euro.
Quelle: dpaDer bisher größte Auftrag der kommerziellen Luftfahrtgeschichte soll die Bestellung der indischen Billigflieger-Airline IndiGo sein. 180 Flugzeuge vom Typ A320 – das ohnehin schon Verkaufsschlager bei Airbus ist – hat das Unternehmen geordert. Die indische Fluggesellschaft bekommt dafür größtenteils den A320neo, der mit besseren Triebwerken und abgeknickten Flügeln deutlich verbrauchsärmer sein soll als die Vorgängermodelle. Insgesamt hat die Order laut Liste ein Volumen von 15,6 Milliarden US-Dollar.
Texte: Jörg Stroisch, Rebecca Eisert
Quelle: dapdEmirates: 12,5 Milliarden US-Dollar
Die Geschichte des Riesenfliegers A380 von Airbus begann holprig: Immer wieder gab es Probleme, verzögerte sich die Auslieferung. Erst am 17. Oktober 2007 wurde die erste Maschine an Singapore Airlines ausgeliefert. Die arabische Fluggesellschaft Emirates orderte bereits 2003 43 Maschinen – zusammen mit weiteren Maschinen anderer Typen bescherte dies Airbus einen Listenauftragspreis von 12,5 Milliarden US-Dollar. Ein wichtiger Meilenstein in der Airbus-Unternehmensgeschichte.
Quelle: APEmirates: 11,5 Milliarden US-Dollar
Und nachdem sie bereits 2003 geordert hatten, blieb Emirates dem Airbus auch weiterhin verbunden. Die Fluglinie bestellte 2010 einen Nachschlag: Die 32 weiteren A380-Maschinen gab es für einen Listenpreis von 11,5 Milliarden US-Dollar.
Quelle: dpaEinheitliche Flotten sparen Kosten - genau das richtige für Ryanair-Chef Michael O'Leary. Mit der Bestellung von 100 Flugzeugen des Typs 737-800 und einer Option für 50 weitere Boeing-Flieger machte Ryanair im Jahr 2002 deutlich: Die Billigflieger etablieren sich als feste Größe im Flugverkehr. Der Auftrag hatte ein Volumen von 9,1 Milliarden US-Dollar laut Listenpreis.
In den Folgejahren gab es noch manch weitere große Order beim amerikanischen Flugzeugbauer. Dass Zuneigung auch wirtschaftliche Grenzen kennt, zeigt die Geschichte: Mitten in der Wirtschaftskrise brach Ryanair Ende 2009 die Verhandlungen mit Boeing über den Erwerb von 200 zusätzlichen Maschinen ab. Aktuell droht er Airbus und Boeing beim chinesischen Anbieter Comac zu kaufen, wenn sich die Flugzeugbauer weiterhin weigern, ihm für den geplanten Kauf von bis zu 300 Maschinen wie gewohnt Rabatte von 50 Prozent und mehr zu geben.
Die wichtigsten Deals der Flugzeugbauer
Lion Air: 21,7 Milliarden Dollar
Es ist der größte Flugzeugdeal aller Zeiten: Die indonesische Fluggesellschaft Lion Air hat jetzt beim US-Flugzeugbauer Boeing einen Auftrag im Gesamtwert von 22,4 Milliarden Dollar (rund 16,9 Milliarden Euro) unter Dach und Fach gebracht. 230 Flugzeuge, davon 201 Flugzeuge des Models 737 MAX und 29 Maschinen vom Typ 737-900, sollen an die Indonesier geliefert werden. Zudem sicherte sich Lion Air eine Kaufoption für weitere 150 Flugzeuge.
Die Trendwende komme Enders aber nicht mal ungelegen: „Dies ist nichts, was mich beunruhigt“, zitierte das Blatt Enders. Andernfalls gäbe es ernsthafte Produktionsprobleme, da Airbus noch einen riesigen Schub von der langen Auftragsliste abarbeiten müsse. In diesem Jahr hatte vor allem der Verkaufsstart des neuen Sparmodells A320 Neo zu dem Boom beigetragen.













