Foster's Bier: Australische Kultmarke wechselt in fremde Hände

Foster's Bier: Australische Kultmarke wechselt in fremde Hände

, aktualisiert 25. November 2011, 10:14 Uhr
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Ein Barkeeper schenkt ein Glas Foster's Bier ein.

Quelle:Handelsblatt Online

Es ist eine der ganz großen Konzernübernahmen. Der Bierriese SABMiller verleibt sich den Rivalen Foster's ein - und damit eine der letzten bekannten australischen Marken. Das Ende einer Ära.

CanberraCanberra hat am Freitag den Verkauf eines der letzten großen australischen Markennamens agesegnet. Der australische Finanzminister Wayne Swan verband sein Okay mit Bedingungen: Unter anderem muss das Bier weiter in Australien gebraut werden und SABMiller muss „das Portfolio der Foster's-Kultmarken erhalten“, wie der Minister mitteilte. Eine der größten Übernahmen auf dem internationalen Biermarkt ist damit praktisch perfekt. SABMiller ist einer der größten Bierbrauer der Welt mit Aktivitäten auf allen Kontinenten. Zum Portfolio gehören Pilsner Urquell und Grolsch.

Forster’s Group geht für knapp 11 Mrd. austr. Dollar (rund 7,9 Mrd. Euro) an den internationalen Braukonzern SABMiller, sagte der Fosters-Manager für Investorenbeziehungen, Chris Korr. SABMiller zahle 5,40 Dollar für jede der rund zwei Milliarden Aktien. Die Angaben über den Wert der Transaktion variieren nach seinen Angaben, weil manche Analysten die Schulden mit einrechnen, die SABMiller übernimmt.

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Wie Schatzkanzler Wayne Swan erklärte, sei die Bewilligung mit einigen Bedingungen verknüpft. So müssten die neuen Besitzer, die auf allen Kontinenten – mit Ausnahme der Antarktis – Bier brauen, „das Portefeuille der Foster’s-Kultmarken erhalten“. Außerdem müsse weiter Bier in Australien gebraut werden. Foster’s stellt in Australien unter anderem die Traditionsbiere VB (Victoria Bitter) und Crown Lager her und hat Rechte an Corona, Stella Artois und Asahi.

Noch in der ersten Jahreshälfte hatte sich Foster’s heftig gegen die Übernahmegelüste der in Johannnesburg und London gelisteten SABMiller gewehrt. Zuvor hatte die Melbourner Gruppe das verlustreiche Weingeschäft separat an die australische Börse gebracht. Im August meldete Foster’s Group schließlich einen Rückgang des Halbjahresgewinns von 9 Prozent auf 494,9 Mio. austr. Dollar.  Um sechs Prozent schwächere Bierverkäufe hatten wesentlich auf das Geschäft gedrückt.

Die Verkaufsmargen waren kleiner, weil sich die beiden wichtigsten Kunden von Foster’s, die beiden Supermarktketten Woolworths und Coles, einen Preiskrieg geliefert hatten. Zudem hätten australische Verbraucher generell weniger Bier konsumiert, so die Firma damals. Schließlich drückte ein regnerischer Sommer auf den Verbrauch. Es wird erwartet, dass die neuen Besitzer die Reichweite des Markennamens ausdehnen werden. Foster’s ist im Vergleich zu anderen Braukonzernen in wenigen Überseemärkten vertreten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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