Fresenius: Dialysekonzern FMC kriegt die Kurve

Fresenius: Dialysekonzern FMC kriegt die Kurve

, aktualisiert 03. Mai 2016, 08:37 Uhr
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Der FMC-Chef bestätigte die Prognose für das Jahr.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Dialysekonzern FMC kann nach drei Jahren der Talfahrt endlich wieder den Gewinn steigern. Das lag auch am guten Geschäft in Nordamerika. Auch der Mutterkonzern Fresenius spürt Rückenwind.

FrankfurtBeim weltgrößten Dialyseunternehmen Fresenius Medical Care (FMC) geht es nach drei Jahren mit rückläufigen Gewinnen wieder bergauf. Im ersten Quartal bauten die Hessen ihren Überschuss um neun Prozent auf 228 Millionen Dollar aus. „Besonders gut hat sich unser Geschäft in Nordamerika entwickelt, während sich in anderen Regionen ungünstige Währungseinflüsse zeigten“, sagte FMC-Chef Rice Powell am Dienstag. „Nach dem starken Auftaktquartal sind wir auf dem besten Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“

Der Umsatz soll 2016 währungsbereinigt um sieben bis zehn Prozent steigen, der Überschuss um 15 bis 20 Prozent. FMC würde damit nach einigen schwierigen Jahren zurück in die Erfolgsspur finden. Kürzungen im US-Gesundheitssystem haben dem Konzern seit 2013 zu schaffen gemacht. Das Unternehmen hat darauf mit einem Sparprogramm reagiert und zudem das Geschäft rund um die Dialyse (Care Coordination) in Nordamerika kräftig ausgebaut – hier kletterte der Umsatz im ersten Quartal um ein Fünftel.

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In Südamerika und einigen asiatischen Ländern wuchs FMC dagegen weniger stark, weil die dortigen Währungen im Vergleich zum Dollar deutlich an Wert verloren. Konzernweit kletterte der Umsatz um sechs Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar.

Zum Jahresauftakt profitierte das Unternehmen zudem von gestiegenen Behandlungszahlen, leicht angehobenen Erstattungssätzen für staatlich krankenversicherte Patienten in den USA sowie geringeren Kosten. Die Behandlung von Dialyse-Patienten ist auch dank des Einsatzes des neuen Präparats Mircera von Roche billiger geworden, das das teurere Mittel Epogen von Amgen ablöst. Bei FMC wurden Ende des ersten Quartals bereits rund 120.000 Patienten mit Mircera behandelt – etwas mehr als bisher erwartet.

FMC-Aktien gewannen vorbörslich 1,1 Prozent, die Papiere des Mutterkonzerns Fresenius 0,7 Prozent. Dem Gesundheitskonzern verliehen gute Geschäfte mit Nachahmermedikamenten zum Jahresauftakt erneut Rückenwind. Die auf flüssige Nachahmermedikamente spezialisierte Sparte Kabi profitiert in den USA derzeit von vielen Zulassungen für neue Arzneien und anhaltenden Lieferengpässen der Konkurrenz. Auch die Krankenhauskette Helios fuhr mehr Gewinn ein.

Konzernweit kletterte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn bei Fresenius von Januar bis Ende März um knapp ein Viertel auf 362 Millionen Euro aus. Das war mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Die Erlöse stiegen um sieben Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Der Konzern mit mehr als 220.000 Mitarbeitern sei auf gutem Weg, die Prognosen für 2016 und die Mittelfristziele zu erreichen, sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider.

Quelle:  Handelsblatt Online
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