Fresenius macht Gewinnsprung und hebt Prognose an

Fresenius: Gesundheitskonzern macht Gewinnsprung und hebt Prognose an

, aktualisiert 03. Mai 2017, 08:28 Uhr
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Das Firmenlogo von Fresenius am Firmensitz in Bad Homburg

Der Kauf des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud und gute Geschäfte der Dialysetochter FMC bescheren dem Gesundheitskonzern Fresenius Rückenwind.

Der Kauf des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud und Zuwächse bei der Dialysetochter FMC verleihen dem Gesundheitskonzern Fresenius Rückenwind. Der Gewinn stieg im ersten Quartal um 28 Prozent auf 457 Millionen Euro und damit stärker als Analysten vorhergesagt hatten. Auch bei der auf Nachahmermedikamente spezialisierten Sparte Kabi, bei der das Management eigentlich mit einem verhaltenen Jahresstart gerechnet hatte, lief es besser als erwartet. "Fresenius ist ausgezeichnet in das Geschäftsjahr gestartet", sagte Vorstandschef Stephan Sturm am Mittwoch und hob das Gewinnziel für das laufende Jahr leicht an.

Das Ergebnis soll auf vergleichbarer Basis währungsbereinigt nun um 19 bis 21 Prozent wachsen. Bisher hatte der Dax-Konzern 17 bis 20 Prozent in Aussicht gestellt. Inklusive der Aufwendungen für die Übernahme des Biotech-Generikageschäfts von Merck soll der Gewinn - wie ursprünglich vorhergesagt - um 17 bis 20 Prozent zulegen. Am Markt kam das Zahlenwerk gut an. Fresenius-Aktien gewannen vorbörslich rund zwei Prozent.

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Sturm hat seit seinem Aufstieg zum Vorstandschef im Juli 2016 ein hohes Tempo vorgelegt und die zwei größten Übernahmen in der Geschichte des Unternehmens eingefädelt. Die 5,8 Milliarden Euro schwere Akquisition von Quironsalud hat Fresenius bereits Ende Januar abgeschlossen, der 4,4 Milliarden Euro schwere Kauf des US-Generikakonzerns Akron soll bis Anfang 2018 in trockenen Tüchern sein. Der Schuldenberg von Fresenius stieg im ersten Quartal um gut ein Drittel auf 20 Milliarden Euro an.

Im operativen Geschäft trug Quironsalud maßgeblich dazu bei, dass der Gewinn in der Krankenhaussparte Helios um 46 Prozent nach oben schoss. Ähnlich erfolgreich war die Dialysetochter FMC, deren Gewinn um 45 Prozent auf 308 Millionen Euro kletterte. Das Unternehmen profitierte dabei unter anderem von einer Nachzahlung für die Behandlung von US-Kriegsveteranen und angehobenen Erstattungsätzen für staatlich krankenversicherte Patienten in Amerika.

Die Sparte Kabi, die von Analysten immer besonders genau beobachtet wird, baute ihren Gewinn um zehn Prozent aus. Für das laufende Jahr hob das Management die Ziele für Kabi leicht an und rechnet nun mit einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns (Ebit) um sechs bis acht Prozent.

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