Friedhelm Loh: Großaktionär will bei Kuka mehr mitreden

Friedhelm Loh: Großaktionär will bei Kuka mehr mitreden

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Ein Arbeiter kontrolliert einen Roboter von Kuka. Der neue Großaktionär Friedhelm Loh will künftig mehr mitreden.

Die Friedhelm Loh Group hat ihren Anteil am Roboterbauer Kuka auf gut zehn Prozent aufgestockt. Der hessische Unternehmer will künftig mehr mitreden und kündigte Einflussnahme auf die Postenbesetzung an.

Als neuer Großinvestor beim Roboter- und Anlagenbauer Kuka will der hessische Unternehmer Friedhelm Loh künftig die Geschicke des Augsburger Konzerns mitbestimmen. Angestrebt werde "eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Loh und seine Firma Swoctem hatten im August ihren Anteil an Kuka auf 10,018 Prozent aufgestockt. Die Investition diene der Umsetzung strategischer Ziele. Welche dies sein könnten, blieb offen. Kuka begrüßte den Einstieg des Unternehmers, dessen Firmen die Augsburger aus den Feldern Automatisierung und Elektrotechnik kennen. "Wir sehen das positiv. Das ist eine Bestätigung unserer Strategie", sagte eine Sprecherin. Loh selbst wollte sich nicht äußern.

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Die nach dem Inhaber und Vorstandsvorsitzenden benannte Friedhelm Loh Gruppe mit Sitz im hessischen Haiger bietet Produkte und Leistungen von Stahl über Kunststoff bis hin zu Schaltschränken und deren Automatisierung an. 2013 dürfte der Umsatz rund 2,2 Milliarden Euro betragen haben.

Immer wieder Streit mit Aktionären

Kuka peilt 2014 Erlöse von circa zwei Milliarden Euro an. Bei der Rendite dürften die Hessen allerdings vor den Schwaben liegen: Während Kuka für dieses Jahr eine Marge von etwa 6,5 Prozent anpeilt, glänzte die Friedrich Loh Group zuletzt mit zweistelligen Werten.

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Mit Abstand größte Tochter des Firmenverbunds ist der Schaltschrankhersteller Rittal, dessen Kunden vor allem aus der Auto- oder der Lebensmittelbranche kommen. Kuka indes müht sich seit langem, die Abhängigkeit von der Fahrzeugindustrie zu verringern. Mehrere Spitzenmanager arbeiteten sich in der Vergangenheit an diesem Ziel ab und gerieten darüber regelmäßig in Streit mit den Großaktionären.

Loh war bereits zu Jahresbeginn bei den Augsburger eingestiegen und hatte seinen Anteil in mehreren Schritten aufgestockt. Weitere Stimmrechte wolle der neue Investor innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht erwerben, hieß es in der Mitteilung.

Größter Kuka-Aktionär ist nach wie vor der mittelständische Maschinenbauer Grenzebach aus Hamlar nahe Augsburg mit einem Anteil von 19,8 Prozent.

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