Gastbeitrag: M&A aus China auf dem Vormarsch

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Gastbeitrag: M&A aus China auf dem Vormarsch

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Trotz erschwerenden bürokratischen Umständen bekunden chinesische Investoren weiterhin steigendes Interesse an deutschen Unternehmen

Das Interesse aus China an deutschen Investitionen nimmt zu – entscheidender Risikofaktor bleibt jedoch die Transaktionssicherheit. Ein Gastbeitrag.

In den letzten Jahren hat das Interesse von Investoren aus China an deutschen Unternehmen stetig zugenommen. Das gilt sowohl für staatseigene Unternehmen als auch für Privatunternehmen. Das Engagement von Weichai Power beim Gabelstaplerhersteller Kion sowie der Kauf des Betonpumpenherstellers Putzmeister durch Sany Heavy Industry sind zwei bekannte Beispiele für diesen Trend.

Chinesische Investoren haben sich mittlerweile mit vielen Usancen des europäischen Marktes vertraut gemacht und erfolgreich an Verkaufsprozessen teilgenommen. Ihre Erfolgsaussichten können aber darunter leiden, dass sie weniger Transaktionssicherheit bieten als andere Bieter.

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Dr. Thomas König  Quelle: Presse

Gastautor Dr. Thomas König

Bild: Presse

Insbesondere die in China erforderlichen behördlichen Genehmigungen für Auslandsinvestitionen können aus Sicht des Verkäufers Anlass zur Besorgnis geben. Im Einzelnen geht es neben bestimmten branchenspezifischen Genehmigungserfordernissen typischerweise um die für den Vollzug von Auslandsinvestitionen erforderlichen Genehmigungen durch das Ministry of Commerce (MOFCOM) und das National Development and Reform Committee (NDRC). Eventuell kommt noch die devisenrechtliche Genehmigung durch die State Administration of Foreign Exchange (SAFE) hinzu.

Insbesondere bei Verträgen mit chinesischen Staatsunternehmen sind die behördlichen Verfahren und Entscheidungsprozesse für den Verkäufer wenig transparent. Es besteht häufig die Befürchtung, dass chinesische Vertragspartner und staatliche Stellen deshalb zusammenwirken und eine Transaktion noch nach der Unterzeichnung eines Kaufvertrages durch Verweigerung der erforderlichen Genehmigungen willkürlich zum Scheitern bringen könnten.

Neue Handelskammer China fasst in Deutschland Fuß

Die Eröffnung einer chinesischen Handelskammer in Berlin kündigt an, was die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren erwartet: Massive Investitionen von Unternehmen aus China.

huGO-BildID: 32212397 ARCHIV - Eine deutsche und eine chinesische Flagge stehen vor einer Vertragsunterzeichnung im chinesischen Hangzhou am 12.10.2010 auf dem Tisch. Die Risiken für deutsche Unternehmen im Land der Mitte nehmen nach Angaben der Unternehmensberatung Ernst&Young zu. Foto: Carsten Rehder/dpa (Zu dpa vom 01.08.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Mehr Sicherheit wird in Zukunft möglicherweise dadurch geschaffen, dass der chinesische State Council im Dezember 2013 einen 'Catalogue of Investment Projects‘ verabschiedete, durch den die geltenden Genehmigungserfordernisse drastisch reduziert werden sollen. So ist vorgesehen, dass im Regelfall nur noch Auslandsinvestitionen von mehr als einer Milliarde US Dollar behördlich genehmigt werden müssen. Investitionen zwischen 300 Millionen und einer Milliarde Dollar sind lediglich anzeigepflichtig und Investitionen von bis zu 300 Millionen US Dollar müssen nicht einmal angezeigt werden. Wenn diese Grundsätze in geltendes Recht umgesetzt werden, was bislang noch nicht geschehen ist, werden die meisten chinesischen Auslandsinvestitionen, die erfahrungsgemäß im sogenannten Mid-Cap-Bereich angesiedelt sind, keiner Genehmigung durch MOFCOM oder NDRC bedürfen.

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