GEA legt Zahlen vor: Der stille Gewinner vom Rhein

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GEA legt Zahlen vor: Der stille Gewinner vom Rhein

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Die Zentrale von Gea in Düsseldorf.

von Lothar Schnitzler

Es gibt deutlich kleinere Unternehmen, die weitaus bekannter sind. Doch die GEA Group gehört zu den Leuchten des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Wieder einmal kann GEA-Chef Oleas grundsolide Zahlen präsentieren.

GEA, was? Es gibt deutlich kleinere Unternehmen die weitaus bekannter sind. Doch die GEA Group (Gesellschaft für Entstaubungsanlagen) gehört zu den Leuchten des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern mit Lebensmitteltechnik, Melk- oder Energieanlagen 5,7 Milliarden Euro um.

Aber es ist ruhig um die Düsseldorfer Aktiengesellschaft geworden. Vorbei sind die Zeiten als sich GEA-Hauptaktionär Otto Happel und der Chef der damaligen Konzernmutter Metallgesellschaft, Kajo Neukirchen, Machtkämpfe lieferten. Happel stieg 2006 aus. Jürg Oleas, seit 2004 GEA-Chef, hat es danach geschafft, die Gruppe weitgehend aus den Medien zu halten – abgesehen von den regelmäßigen Meldungen über gute Zahlen. Dafür wurde er vom Aufsichtsrat vor wenigen Tagen mit der vorzeitigen Verlängerung seines Vorstandsmandates bis 2016 belohnt.

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Heute legte Oleas den Geschäftsbericht mit den endgültigen Zahlen für 2012 vor. Grundsolide Zahlen: Der Umsatz kletterte um 5,6 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 7,1 auf 562 Millionen Euro. Die Verschuldung senkte der Schweizer GEA-Vormann um 60 auf 326 Millionen Euro. Die Ebit-Marge stieg zum vierten Mal hintereinander auf 9,8 Prozent. Für viele Maschinenbauer ein Wert, von dem sie trotz des Branchenbooms nicht zu träumen wagen.

Dabei leidet die GEA Group noch immer an den Nachwirkungen des Kaufs der CFS, eines Spezialherstellers für Marinier-, Schneide- und Verpackungsmaschinen. Im Jahr 2011 hatte Oleas das niederländische Unternehmen für 435 Millionen Euro erworben. Nach Meinung mancher Branchenkenner war der Preis zu hoch. Dazu kamen Probleme mit der Verlagerung der Produktion des neugewonnenen Bereiches von Dänemark nach Holland und Deutschland.

Die Sparte konnte deshalb zeitweise nicht pünktlich liefern. Auch mit der Qualität soll es gehapert haben. Schmerzlich für Oleas: Das Nahziel einer 12-Ebit-Marge musste der GEA-Chef danach erst mal aufstecken. Dennoch steht er weiterhin hinter dem Kauf.

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Oleas will den Konzern als Spezialist für Agrar- und Nahrungsmittelmaschinen aufstellen. Mittelfristig soll das Geschäft 75 Prozent des Umsatzes ausmachen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern mit dem Segment rund 55 Prozent seiner Einnahmen. Oleas Überlegung: Die Nestlés, Krafts oder Danones dieser Welt seien in ihren Investitionsplanungen wesentlich berechenbarer als beispielweise Energieförderer, die GEA auch beliefert. Kurzfristige Preisschwankungen für Kakao oder Butter beeindrucke die Nahrungsmittelhersteller nicht sehr. Ihnen gehe es um die Großtrends: Dass immer mehr Menschen gut essen wollten und die Produktion dafür nachhaltig sein soll.

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