Gerhard Cromme: ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef will bleiben

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Gerhard Cromme: ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef will bleiben

"Ich werde nicht zurücktreten." Der Aufsichtsratschef des angeschlagenen Stahlkochers ThyssenKrupp, Gerhard Cromme, will keine persönlichen Konsequenzen aus den Milliardenverlusten und Affären ziehen.

ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme lehnt persönliche Konsequenzen wegen der Milliardenverluste des Konzerns kategorisch ab. „Ich werde nicht zurücktreten“, sagte Cromme dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Er sei niemand, der vor Verantwortung davonlaufe. Anfang der Woche hatte der Aufsichtsrat beschlossen, dass drei Vorstände vorzeitig ihren Posten räumen.

Aus der ThyssenKrupp-Bilanz 2011/2012

  • Auftragseingang

    2010/2011: 50,2 Milliarden Euro

    2011/2012: 48,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von drei Prozent.

  • Umsatz

    2010/2011: 49 Milliarden Euro

    2011/2012: 47 Milliarden Euro. Das entspricht eine Minus von vier Prozent.

  • Jahresüberschuss/ Fehlbetrag

    2010/2011: - 1,3 Milliarden Euro

    2011/2012: - 4,7 Milliarden Euro

  • Eigenkapital

    2010/2011: 10,4 Milliarden Euro

    2011/2012: 4,5 Milliarden Euro. Damit hat ThyssenKrupp sein Eigenkapital mehr als halbiert ( - 56 Prozent)

  • Nettofinanzschulden

    2010/2011: 3,6 Milliarden Euro

    2011/2012: 5,8 Milliarden Euro. Die Nettofinanzschulden sind damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 60 Prozent gestiegen.

  • Dividende je Aktie

    2010/2011: 0,45 Euro

    2011/2012: keine Dividende

  • Mitarbeiter

    Zum Stichtag am 30. September 2012 beschäftigte ThyssenKrupp 167.961 Mitarbeiter. Das sind mehr als 12.000 weniger als im Vorjahr.

Cromme kritisierte, dass das frühere ThyssenKrupp-Management viel zu optimistische Prognosen für die zwei Stahlwerke in Brasilien und den USA gestellt hätten. Diese hätten sich schließlich als falsch herausgestellt.

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Über „Fehler im Projektmanagement“ sei der Aufsichtsrat bis ins Jahr 2008 nicht informiert worden. “Der Spiegel“ zitiert Cromme mit den Worten, der Aufsichtsrat habe immer nur die Information bekommen, „dass alles in bester Ordnung sei“. Deshalb sei ein Eingreifen nicht möglich gewesen.

Besorgt zeigte sich dem Bericht zufolge auch der Chef der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz. „Was ich fühle ist eine große Enttäuschung über die eingetretene Entwicklung“, habe der 99-jährige Familienpatriarch auf Anfrage dem Magazin mitgeteilt. Die Juristen müssten nun beurteilen, ob das ThyssenKrupp-Management den Aufsichtsrat getäuscht habe.

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