German Pellets: Pleitefirma hat offenbar einen Käufer

German Pellets: Pleitefirma hat offenbar einen Käufer

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Offenbar gibt es einen Käufer für das insolvente Unternehmen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Insolvenzverwalterin von German Pellets ist es offenbar gelungen, einen Käufer für die Pleitefirma zu finden. Damit besteht Hoffnung für einen Großteil der Arbeitsplätze. Anleger dagegen brauchen noch viel Geduld.

Das Amtsgericht Schwerin hat am Sonntag, 1. Mai, das Insolvenzverfahren über German Pellets eröffnet. Damit dürfte es Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde gelungen sein, einen Käufer für den in große Zahlungsschwierigkeiten geratenen Brennstoffhersteller zu finden, der die Werke fortführt.

Am 25. April hatte Schmudde mitgeteilt, mehrere nationale und internationale Investoren hätten verbindliche Übernahmeangebote vorgelegt. Sie hatte allerdings weder Namen noch Inhalt der Gebote genannt. Nach Informationen des Handelsblatts bestand bei mindestens zwei Angeboten die Chance, dass die deutschen Werke von German Pellets als Gesamtpaket an einen neuen Eigentümer wechseln. Damit würde German Pellets nicht zerschlagen und ein großer Teil der mehr als 300 Arbeitsplätze in Deutschland bliebe erhalten.

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Nun geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über die nicht verkauften Teile von German Pellets voll auf die Insolvenzverwalterin über. Gründer Peter Leibold, der während der vorläufigen Insolvenz noch als Geschäftsführer eingesetzt war, muss das Unternehmen verlassen.

German Pellets Brennstoff-Hersteller vor der Rettung?

Hoffnung bei German Pellets: Für den Holzpellet-Konzern liegen mehrere Übernahmeangebote vor, sagt die Insolvenzverwalterin. Die Aussichten für die Anleger sind weniger gut.

Das Werk von German Pellets in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), aufgenommen am 09.02.2016. Der Holzverarbeiter ist in eine Schieflage geraten, eine am 01.04.2016 fällige Anleihe kann nicht zurückgezahlt werden. Die für den 10.02.2016 anberaumte Gläubigerversammlung wurde abgesagt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Die German Pellets Gruppe bezeichnete sich selbst als einen der weltweit größten Hersteller von Holzpellets mit 650 Mitarbeitern. Mitte Februar musste German Pellets vorläufige Insolvenz anmelden. Zuvor hatten die Werke schon mehrere Wochen stillgestanden, weil kein Holz mehr geliefert wurde. Über Monate hatte German Pellets Rechnungen nicht mehr bezahlt, Löhne und Gehälter der Mitarbeiter wurden schon ab Januar nicht mehr ausbezahlt.

Damit begann für die Insolvenzverwalterin ein Wettlauf mit der Zeit. Es galt, die Werke zumindest teilweise wieder in Betrieb zu nehmen und ein Bieterverfahren anzustoßen. Ab dem 1. Mai bezahlt die Bundesanstalt für Arbeit keine Löhne mehr.

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