Geschäfte laufen gut: Konjunkturbarometer Infineon sendet positive Signale

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Geschäfte laufen gut: Konjunkturbarometer Infineon sendet positive Signale

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Die Geschäfte von infineon laufen deutlich besser als erwartet, das lässt Hoffnung für die deutsche Konjunktur aufkommen

von Michael Kroker

Der Halbleiterkonzern aus München hat zwischen April und Juni besser abgeschnitten als erwartet. Das nährt die Hoffnung auf eine baldige konjunkturelle Erholung.

Mit einer gleich im doppelten Sinne positive Botschaft hat heute Infineon überrascht: Denn die Geschäfte des Halbleiterkonzerns aus München laufen deutlich besser als erwartet. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zum 30. Juni hat Infineon einen Umsatz in Höhe von 1,022 Milliarden Euro eingefahren, ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Segmentergebnis-Marge – ein wichtiger Indikator für das operative Geschäft – lag bei 11,4 Prozent. Das liegt zwar unter dem Wert vor Jahresfrist von 12,7 Prozent, aber wieder deutlich über dem Wert im Vorquartal zwischen Januar und März mit 7,4 Prozent.

"Infineon hat sich gut erholt und ist wieder gewachsen", lässt sich Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss in der Quartalsmeldung zitieren. Damit nicht genug der positiven Nachrichten: Zum zweiten Mal in Folge hebt der Konzern seine Prognose fürs Gesamtjahr leicht an. Statt eines Umsatzrückgangs zwischen fünf und neun Prozent erwartet Infineon bis Ende September nur noch einen Schwund um 1,5 Prozent.

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Infineon als Frühindikator

Wenig verwunderlich also, dass die Infineon-Aktie im Laufe des heutigen Vormittags um fast drei Prozent zulegen kann. Über derlei Nachrichten können sich freilich nicht nur die Anteilseigner des Chipherstellers freuen: Infineon gilt als guter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in der Industrie- und Elektrobranche. Grund: Die Münchner sind mit ihren Halbleiterprodukten ein wichtiger Zulieferer für Anlagenbauer, Automobilunternehmen und Elektro-Produzenten.

Stockt deren Geschäft, brechen die Umsätze von Infineon vor vielen anderen Unternehmen ein – weil dessen Auftraggeber ihre Bestellungen stornieren und erst einmal ihren Chip-Lagerbestand abarbeiten. So geschehen beim drastischen Einbruch der deutschen Industrie nach der Lehman-Pleite Ende 2008 und im Laufe des Jahres 2010.

Der Einbruch der Konjunktur lässt auf sich warten

Umgekehrt ziehen Infineons Erlöse gerade dann mit als erste wieder an, wenn die Industrieunternehmen ihre Fertigung hochfahren – eben weil deren Läger dann leer sind und sie daher neue Chipkomponenten für ihre eigenen Produkte benötigen.

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Die Schlussfolgerung aus den Infineon-Zahlen lautet also: Der lange erwartete Einbruch der Konjunktur in Deutschland lässt offenbar doch weiter auf sich warten. Und die zuletzt immer wieder als Grund für schleppende Geschäfte genannte maue Konjunktur in Asien – etwa jüngst bei den Quartalszahlen von SAP – schwächelt doch nicht so stark wie behauptet.

Infineon selbst hat jedenfalls konstatiert, dass das Geschäft mit Auto-Chips robust laufe und gewachsen sei. Zudem hätten chinesische Kunden vermehrt Leistungshalbleiter für den Bereich erneuerbare Energien nachgefragt. Das Konjunkturbarometer aus München nährt damit die Hoffnung auf eine baldige Erholung der Geschäfte in Asien.

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