Gesundheitsbranche: Der lange Weg zur Medizin 4.0

Gesundheitsbranche: Der lange Weg zur Medizin 4.0

, aktualisiert 22. Juni 2016, 14:42 Uhr
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Wer von der Digitalisierung der Medizin profitiert, sind vor allem die Patienten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bringt Patienten viele Vorteile. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 60 Meinungsführern im Rahmen der Health-i Initiative von Techniker Krankenkasse und Handelsblatt.

Krankheiten früher erkennen, eine bessere Behandlung und eine gesündere Lebensweise, alle diese Vorteile wird nach Ansicht von Branchenexperten die Digitalisierung im Gesundheitswesen bringen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Techniker Krankenkasse und Handelsblatt unter mehr als 60 Meinungsführern. Dabei sind sich die Experten weitgehend einig, dass die Gesundheitsbranche im Vergleich zu anderen Industrien noch einiges aufzuholen hat: 73 Prozent der Befragten finden, dass die Branche in puncto Digitalisierung erst wenig erreicht hat und anderen Industrien hinterherhinkt.

Befragt wurden rund 60 Meinungsführer, die im Rahmen der Health-i Initiative von Techniker Krankenkasse und Handelsblatt ein Expertenboard bilden. Die Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien bilden den Thinktank der Initiative, die die Diskussion voranbringen will, wie man das Gesundheitswesen zukunftsfähig macht.

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Gewinner der Digitalisierung werden nach Ansicht der Befragten zuallererst die Patienten sein. Mehr als 83 Prozent stimmen dieser Aussage zu. Auch die Kliniken werden von der Entwicklung stark profitieren, meinen 64 Prozent der Befragten. Echte Verlierer unter den Akteuren der Gesundheitsbranche sehen die Experten nicht. An erster Stelle werden hier die Apotheken genannt, aber nur von 32 Prozent der Nennungen. Die Umfrageteilnehmer erwarten, dass die technische Entwicklung Online- und Versandapotheken in die Hände spielt.

Wenn von der Digitalisierung der Gesundheitsbranche die Rede ist, fallen schnell die Namen der großen Internet- und Softwarekonzerne. Apple, Google, IBM und Samsung drängen massiv in diesen Bereich. So erwarten 77 Prozent der Befragten, dass diese Spieler in den nächsten zehn Jahren eine wichtige Rolle einnehmen werden.

Als Hürde, die der Digitalisierung im Weg steht, sehen die Befragten vor allem die Angst der Deutschen vor Veränderung: 27 Prozent der Befragten nennen diesen Punkt. Für rund 21 Prozent der Meinungsführer ist das Silodenken der einzelnen Berufsgruppen innerhalb des Systems die größte Hürde, ebenso viele erwähnen das Fehlen eines klaren rechtlichen Rahmens zum Datenschutz.

Das von der Bundesregierung verabschiedete E-Health-Gesetz sehen viele Befragte kritisch. Keiner meint, dass es genau das richtige Gesetz ist, um das Thema in Deutschland schnell voranzubringen. 40 Prozent sehen es als Schritt in die richtige Richtung, dessen Zeitrahmen bei der Umsetzung aber zu lang ist. 27 Prozent finden, dass beim E-Health-Gesetz eine Chance vertan wurde, Deutschland bei E-Health international vorn mitspielen zu lassen.

Im Rahmen der Health-i Initiative suchen Handelsblatt und Techniker Krankenkasse außerdem die besten Talente und innovativsten Denker in den Bereichen Gesundheit und Gesundheitswirtschaft. Studenten, Start-ups aber auch etablierte Unternehmen können sich noch bis zum 30. Juni 2016 für den Award bewerben (www.health-i.de).

Quelle:  Handelsblatt Online
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