Gesundheitskonzern: Fresenius plant weitere Klinikkäufe

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Fresenius-Hauptsitz in Bad Homburg

von Jürgen Salz

Der Gesundheitskonzern Fresenius will weiterhin im Klinikbereich wachsen und plant nach der Übernahme des privaten Klinikbetreibers Damp und des Katholischen Klinikums Duisburg weitere Käufe großer Krankenhäuser.

Das kündigte Fresenius-Chef Ulf Schneider im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an. „Wir wollen weiter expandieren und an der Privatisierung teilhaben. In den ersten Monaten dieses Jahres sind bereits Kliniken mit einem Jahresumsatz von 400 Millionen Euro auf dem Markt.“ Konkrete Übernahmeziele wollte Schneider nicht nennen. „Wir sind keine Kaufmaschine, halten aber die Augen offen.“

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Wachstumsmöglichkeiten sieht Schneider auch im Ausland. „Vor allem im Unternehmensbereich Infusionslösungen und künstliche Ernährung setzt Fresenius auf das Wachstum in Schwellenländern wie Brasilien, Indien und China. Dort wollen wir in den nächsten Jahren um 15 bis 17 Prozent pro Jahr wachsen. Das ist doppelt so viel wie im Konzerndurchschnitt.“

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Zugleich bestätigte Schneider Spekulationen, dass sich Fresenius von seiner Biotech-Sparte trennen könnte. „Im Laufe des Jahres wollen wir Klarheit bekommen, wie es mit dem Biotech-Geschäft weitergeht. Wir reden hier über ein Startup-Geschäft mit einem Umsatz von 30 Millionen Euro. Unsere Biotech-Einheit muss sich in eine Größenordnung entwickeln, aus der neben den bestehenden vier ein fünfter Unternehmensbereich entstehen könnte. Wenn wir sehen, dass es nicht klappt, suchen wir andere Lösungen.“ Bislang hat die Biotech-Sparte von Fresenius ein Krebsmedikament hervorgebracht.

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