Gewinn angepeilt: Heidelberger Druck sieht sich auf Kurs

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Gewinn angepeilt: Heidelberger Druck sieht sich auf Kurs

Die Verluste sinken beim Maschinenbauer Heidelberger Druck, das Unternehmen gibt sich optimistisch, sein Jahresziel zu erreichen. Dabei setzt Heideldruck auf das traditionell starke vierte Quartal.

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Ein Mitarbeiter montiert im Werk des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck ein Druckwerk des Typs Speedmaster SM 74.

Die Rosskur zeigt beim Maschinenbauer Heidelberger Druck Wirkung: Der Konzern schrieb im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2013/14 unter dem Strich schwarze Zahlen und peilt auch für das Gesamtjahr einen Gewinn an. Heidelberger Druck hatte Stellen gestrichen, Kosten gedrückt, das Management umgebaut und margenschwache Aufträge nicht mehr in die Bücher genommen - auch wenn dies Umsatz kostet.

"Heidelberg hat nach neun Monaten bei der Profitabilität deutliche Fortschritte gemacht", bilanzierte Konzernchef Gerold Linzbach am Mittwoch. Der Umsatz sank zwar in den ersten neun Monaten 2013/14 auf 1,68 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Euro, doch stieg das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Sondereinflüsse von vier auf 67 Millionen Euro. Der Verlust nach Steuern verringerte sich spürbar von 94 Millionen Euro vor Jahresfrist auf nun noch 40 Millionen Euro. Im dritten Quartal verzeichnete die Firma bei einem Umsatz von 588 Millionen Euro einen Gewinn von sieben Millionen Euro nach 14 Millionen Euro im Jahr zuvor. Analysten hatten indes mehr erwartet und mit einem Umsatz von 635 Millionen Euro und einem Gewinn nach Minderheiten von 10,8 Millionen Euro gerechnet.

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Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Aktien im SDax ins Minus und notierten zuletzt etwas niedriger. Der Druckmaschinenhersteller sei bei der Entwicklung des Umsatzes und der Profitabilität weiterhin auf einem guten Weg, schrieben die Analysten des Bankhauses Close Brothers Seydler in einem Kommentar.

Im Abschlussquartal muss der Konzern nun sein Ergebnis steigern, um auch für das Gesamtjahr die Gewinnzone zu erreichen. Linzbach betonte, Heidelberg sei "weiter zuversichtlich, unser Jahresziel eines Jahresüberschusses zu erreichen." Beim Umsatz erwartet Heidelberg nun aber einen Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen hatte massiv Stellen abgebaut. Zum Jahresende beschäftigte der Konzern noch 12.851 Menschen, per Ende März 2013 waren es noch 13.694 Personen.

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