Gewinnprognose: Schwellenländer bremsen P&G aus

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Gewinnprognose: Schwellenländer bremsen P&G aus

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Der Konsumgüterkonzern P&G senkt seine Gewinn- und Umsatzprognosen.

Procter & Gamble bekommt die Talfahrt zahlreicher Währungen aus Schwellenländern schmerzhaft zu spüren. Als einer der ersten Großkonzerne hat P&G deshalb seine Geschäftsziele gekappt.

Der weltgrößte Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) schraubt seine Gewinn- und Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr herunter. Hintergrund seien ungünstige Wechselkurseffekte, teilte der Hersteller von Pampers-Windeln, Meister-Proper-Putzmitteln und Wella-Haarpflege mit. Wegen der Schwäche des argentinischen Peso, der türkischen Lira, des russischen Rubel und zahlreicher anderer Währungen rechnet der weltgrößte Konsumgüterkonzern in diesem Jahr nur noch mit einem Gewinnwachstum von drei bis fünf Prozent statt bisher fünf bis sieben Prozent. Der Umsatz werde zwischen null und zwei Prozent zulegen statt wie bisher angepeilt um ein bis zwei Prozent, erklärte der Rivale von Beiersdorf und Henkel weiter. Im außerbörslichen Handel gaben die Aktien des Herstellers von Pampers-Windeln, Meister-Proper-Putzmitteln und Wella-Haarpflegeprodukten 0,5 Prozent nach.

Die BRIC-Staaten schwächeln

  • China

    BIP-Wachstum 2010: 10,4 Prozent

    BIP-Wachstum 2013 (Prognose): 7,8 Prozent

    Quelle: IWF

  • Indien

    BIP-Wachstum 2010: 11,2 Prozent

    BIP-Wachstum 2013 (Prognose): 5,6 Prozent

  • Russland

    BIP-Wachstum 2010: 4,5 Prozent

    BIP-Wachstum 2013 (Prognose): 2,5 Prozent

  • Brasilien

    BIP-Wachstum 2010: 7,5 Prozent

    BIP-Wachstum 2013 (Prognose): 2,5 Prozent

Aufstrebende Volkswirtschaften wie Brasilien, Indien und Südafrika haben derzeit unter einem massiven Kapitalabfluss zu leiden. Zum einen geht die Angst vor einem Wirtschaftsabschwung um, hinzu kommen politische Krisen, die etwa in der Türkei und Argentinien den Ausverkauf beschleunigen. Zum anderen hat die Straffung der Geldpolitik den vergleichsweise sicheren Investitionsstandort USA wieder attraktiver gemacht, zudem wird ein Aufschwung der US-Wirtschaft erwartet. All dies trägt dazu bei, dass Investoren ihr Geld massenweise aus Schwellenländern abziehen.

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Viele Konzerne, die in Schwellenländern große Teile ihres Geschäfts machen, tragen erhebliche Währungsverluste davon, wenn sie die Preise vor Ort nicht umgehend erhöhen können und Auslands-Einnahmen zur Bilanzierung wieder in Dollar oder Euro umwandeln. So wiesen etwa Ford, Whirlpool, Diageo, Fiat oder Honda auf die Risiken hin, die die Wirtschaftsschwäche in den Schwellenländern und der gedämpfte Ausblick mit sich bringen könnten. P&G hat schon ohne eine verschärfte Währungssituation zu kämpfen. Der Konzern erlitt zum Jahresende trotz seines Sparkurses einen Gewinnrückgang, der Umsatz legte nur marginal zu.

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