Great Barrier Reef: Adani treibt Pläne für umstrittene Kohlegrube voran

Great Barrier Reef: Adani treibt Pläne für umstrittene Kohlegrube voran

, aktualisiert 06. Juni 2017, 10:29 Uhr
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Umweltschützer befürchten, dass die Grube das weltberühmte Great Barrier Reef vor der Küste von Queensland beeinträchtigen wird.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Bau eines der weltgrößten Kohlebergwerke nahe des Great Barrier Reef ist äußerst umstritten, bringt der strukturschwachen Region im australischen Queensland aber Arbeitsplätze. Umweltschützer laufen Sturm.

SydneyDer indische Industriekonzern Adani treibt seine Pläne für den Bau eines umstrittenen Kohlebergwerks in der Nähe des Great Barrier Reef in Australien voran. Unternehmenspräsident Gautam Adani habe das 16 Millionen australische Dollar (10,6 Milliarden Euro) teure Projekt im Bundesstaat Queensland abgesegnet, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Erklärung mit.

Umweltschützer befürchten, dass die Grube das weltberühmte Korallenriff vor der Küste von Queensland beeinträchtigen wird. Zudem sei das Vorhaben nicht vereinbar mit Australiens Klimaschutzzielen und dem Pariser Klimaabkommen, heißt es.

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Die Vorarbeiten für das 45 Kilometer breite Carmichael-Werk in dem Galilee-Becken sollen im September starten. Das Abbaugebiet wird einmal eines der größten Kohlebergwerke der Welt darstellen, es soll aus fünf Untertageminen sowie sechs Tagebaustätten bestehen und jährlich bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle abwerfen.

Das Projekt hatte bereits mehrere Prozesse zu bestehen. Auch von Ureinwohnern, die dort Land besitzen, gab es Widerstand. „Wir sehen uns immer noch mit Aktivisten konfrontiert“, schrieb Adani in seiner Mitteilung auf Facebook. „Aber wir halten an dem Projekt fest. Wir fühlen uns dem regionalen Queensland verpflichtet, und wir wollen den Energiemangel in Indien angehen“.

Die Regierungschefin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, weihte am Dienstag in Townsville das Regionalbüro von Adani ein, von dem aus der indische Konzern die Bauarbeiten und später den Betrieb des Werks überwachen will.

Adani sucht nun Geldgeber für das Werk, mit dem Unternehmensangaben zufolge 10.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze in der ansonsten eher strukturschwachen Region entstehen sollen. Die vier größten australischen Banken haben sich bereits davon distanziert. Adani hat nun bei der australischen Regierung um Kredite angefragt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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