Bild: dpa/picture-alliancePlatz 20: Fam. Herz (im Bild: Michael Herz)
Unternehmen: Beiersdorf (Konsum)/Tchibo (Handel)
Dividendeneinnahmen: 47,52 Millionen Euro
Brutto-Schätzungen auf Basis der veröffentlichen Stimmrechte inkl. ausgewiesener Stiftungsanteile, teilweise in Euro umgerechnet; Quelle: eigene Recherche, Unternehmensangaben, BaFin
Bild: dapdPlatz 19: Fam. Haniel
Unternehmen: Metro, Takkt, Celesio (Handel)/ ELG (Rohstoffe)
Dividendeneinnahmen: 50,00 Millionen Euro
Bild: dpa/picture-alliancePlatz 18: Fam. Wacker (im Bild: Peter-Alexander Wacker)
Unternehmen: Wacker-Chemie (Chemie)
Dividendeneinnahmen: 54,65 Millionen Euro
Bild: dpa/picture-alliancePlatz 17: Fam. Von Fink (im Bild: August Baron von Finck und seine Frau Francine)
Unternehmen: SGS (Dienstleistung)/Custodia (Beteiligungen)
Dividendeneinnahmen: 64,87 Millionen Euro
Bild: dapdPlatz 16: Fam. Schmidt-Ruthenbeck
Unternehmen: Metro (Handel)
Dividendeneinnahmen: 69,00 Millionen Euro
Bild: dpaPlatz 15: Fam. Fielmann
Unternehmen: Fielmann-Brillen (Handel)
Dividendeneinnahmen: 74,56
Bild: dpa/picture-alliancePlatz 14: Dietmar Hopp
Unternehmen: SAP (Software)
Dividendeneinnahmen: 82,80 Millionen Euro
Bild: dapdPlatz 13: Friede Springer
Unternehmen: Axel Springer (Medien)
Dividendeneinnahmen: 89,73 Millionen Euro
Bild: APPlatz 12: Fam. Jacobs
Unternehmen: Adecco (Dienstleistung), Barry Callebaut (Konsum)
Dividendeneinnahmen: 97,78 Millionen Euro

Platz 11: Klaus Tschira
Unternehmen: SAP (Software)
Dividendeneinnahmen: 102,39 Millionen Euro
Platz 20: Fam. Herz (im Bild: Michael Herz)
Unternehmen: Beiersdorf (Konsum)/Tchibo (Handel)
Dividendeneinnahmen: 47,52 Millionen Euro
Brutto-Schätzungen auf Basis der veröffentlichen Stimmrechte inkl. ausgewiesener Stiftungsanteile, teilweise in Euro umgerechnet; Quelle: eigene Recherche, Unternehmensangaben, BaFin
Klaus Tschira war empört. Die Dividendenrendite von SAP „ist zum Heulen“, befand der Mitgründer des Softwarekonzerns im vergangenen Jahr. Damit seine gemeinnützige Stiftung angesichts der Ausschüttungsaskese überhaupt anständig wirken könne, „braucht man schon viele Aktien“, klagte Tschira 2011.
In diesem Jahr kann sich der Softwareveteran nicht beschweren. Anlässlich des 40. Konzerngeburtstags beglückten die Walldorfer Softwarebastler ihre Anteilseigner mit einer Fest- und Freudendividende von 1,10 Euro je Anteilsschein, 82 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein auf Tschiras 93.079.595 SAP-Papiere entfielen 102,39 Millionen Euro.
Deutschlands Dividendenfürsten Platz 50 - 41
Platz 50
Udo Hardieck
Unternehmen: Gerry Weber (Handel)
Dividendeneinnahmen: 5,42 Millionen Euro
Platz 49
Heinz Dürr
Unternehmen: Dürr (Maschinenbau)
Dividendeneinnahmen: 5,50 Millionen Euro
Platz 48
Jörn und Henning Kreke
Unternehmen: Douglas (Handel)
Dividendeneinnahmen: 5,52 Millionen Euro
Platz 47
Dietmar Hermle
Unternehmen: Hermle (Maschinenbau)
Dividendeneinnahmen: 5,86 Millionen Euro
Platz 46
Fam. Gotthardt
Unternehmen: Compugroup (Software)
Dividendeneinnahmen: 6,21 Millionen Euro
Platz 45
Heinz Hermann Thiele
Unternehmen: Vossloh (Verkehr)
Dividendeneinnahmen: 6,50 Millionen Euro
Platz 44
Karin Schick
Unternehmen: Bechtle (Software)
Dividendeneinnahmen: 7,35 Millionen Euro
Platz 43
Fam. Münch
Unternehmen: Rhön Klinikum (Gesundheit)
Dividendeneinnahmen: 7,74 Millionen Euro
Platz 42
Fam. Nemetschek
Unternehmen: Nemetschek (Software)
Dividendeneinnahmen: 7,90 Millionen Euro
Platz 41
Gerhard Weber
Unternehmen: Gerry Weber (Handel)
Dividendeneinnahmen: 8,59 Millionen Euro
Aktienschatz lässt sich oft nur erahnen
Damit gehört der Senior der deutschen Software zu den größten Couponschneidern der Republik. Auch seine Gründungskollegen Hasso Plattner und Dietmar Hopp, nach wie vor Großaktionäre des Konzerns, müssen weiterhin nicht darben. Für Plattner summieren sich die SAP-Erträge dieses Jahr auf 133,67 Millionen Euro.
Deutschlands Dividendenfürsten Platz 40 - 31
Platz 40
Fam. Otto
Unternehmen: Deutsche Euroshop (Immobilien)
Dividendeneinnahmen: 8,52 Millionen Euro
Platz 39
Nils Hansen
Unternehmen: H&R Wasag (Chemie)
Dividendeneinnahmen: 9,05 Millionen Euro
Platz 38
Rainer Binder
Unternehmen: Delticom (Handel)
Dividendeneinnahmen: 9,26 Millionen Euro
Platz 37
Fam. Kronseder
Unternehmen: Krones (Maschinenbau)
Dividendeneinnahmen: 10,10 Millionen Euro
Platz 36
Andreas Prüfer
Unternehmen: Delticom (Handel)
Dividendeneinnahmen: 10,10 Millionen Euro
Platz 35
Klaus-Peter Schulenberg
Unternehmen: CTS Eventim (Medien)
Dividendeneinnahmen: 10,50 Millionen Euro
Platz 34
Fam. Neunteufel
Unternehmen: Wacker Neuson (Maschinenbau)
Dividendeneinnahmen: 10,52 Millionen Euro
Platz 33
Fam. Vossloh
Unternehmen: Vossloh (Verkehr)
Dividendeneinnahmen: 11,33 Millionen Euro
Platz 32
Fam. Wacker
Unternehmen: Wacker Neuson (Maschinenbau)
Dividendeneinnahmen: 11,61 Millionen Euro
Platz 31
Fam. Lange und Wolf
Unternehmen: Jungheinrich (Maschinenbau)
Dividendeneinnahmen: 12,60 Millionen Euro
Hopp verbuchte 82,8 Millionen Euro, worüber sich indirekt wohl nicht nur die Kicker seines Hobbyclubs und Fußballbundesligisten TSV Hoffenheim gefreut haben dürften, sondern auch die ballferne Allgemeinheit. Hopp hat einen Großteil der SAP-Aktien seiner gemeinnützigen Stiftung überschrieben. Auch Tschira und Plattner haben ihre Stiftungen bedacht, über die exakte Verteilung schweigt der Geschäftsbericht jedoch.
Der Aktienschatz vieler Gründer, Clans und Erben lässt sich oft ohnehin nur erahnen. In privaten und gemeinnützigen Stiftungen, Zweckgesellschaften und Family Offices haben sie ihre Aktienhabe verpackt, steuer-, spenden- oder nachlassrechtlich optimiert. Die WirtschaftsWoche hat das Gestrüpp gelichtet, Geschäftsberichte und Hauptversammlungsunterlagen gescannt und Mitteilungen der Finanzaufsicht BaFin ausgewertet. Auf dieser Basis lässt sich schätzen, wer zum Club jener rund 50 Dividendenempfänger zählt, die 2012 Ausschüttungssummen von mehr als fünf Millionen Euro verbuchen konnten (siehe Kurztextgalerie). Die Industriellendynastie Quandt und Großfamilien wie die Henkels und Haniels finden sich ebenso darunter wie der mittelständische Kantinenausrüster Siegfried Meister (Rational).
Bild: dapdDax
In Deutschland ist Bilanzsaison, die börsennotierten Konzerne legen sich auf eine Dividende für ihre Aktionäre fest. Ausgezahlt wird diese am ersten Handelstag nach der Hauptversammlung. Bis auf ThyssenKrupp und Siemens, die beide bereits im Januar dran waren, halten alle Dax-Konzerne ihre Aktionärstreffen im April oder Mai ab. So manches Unternehmen hat die Dividende nach einem Rekord-Geschäftsjahr deutlich erhöht
Hier erfahren Sie, von welchen Dax-Konzernen die Aktionäre wie viel Dividende erwarten dürfen, wann die Hauptversammlung (HV) stattfindet und wer die größten Aktionäre der Konzerne sind. Alles in alphabetischer Reihenfolge.
Die Dividendenrendite bezieht sich auf den Kurs zum Zeitpunkt der Bilanzpräsentation, bei der auch die Dividendenvorschläge des Vorstands veröffentlicht wurden.
Quelle: Bloomberg, Statista, eigene Recherche.
Bild: dapdAdidas
Der Sportartikelkonzern hält seine Hauptversammlung am 10. Mai ab. Schon am 7. März hat der Konzern seine Zahlen veröffentlicht und die sehen gut aus. Die Erlöse seien um 11,3 Prozent auf 13,34 Milliarden Euro geklettert, der Nettogewinn um 18,2 Prozent auf 671 Millionen Euro, teilte der zweitgrößte Sportartikel-Hersteller nach Nike in Herzogenaurach mit. Die Dividende soll nun um 25 Prozent auf 1,00 Euro je Aktie erhöht werden. Analysten hatten zunächst eine Dividende in Höhe von 0,95 Euro erwartet, nach 0,80 Euro pro Aktie im Vorjahr.
Rund 30 Prozent der Aktien des Sportartikelherstellers liegen in Nordamerika, nur zehn Prozent sind deutsche Aktionäre. Das Management des Konzerns hält insgesamt zwei Prozent. Die Großaktionäre sind die Blackrock-Gruppe und Thornburg Investment Management.
Bild: dapdAllianz
Der Versicherungsriese Allianz will an der Dividendenhöhe nicht rütteln und wie im Vorjahr 4,50 Euro je Aktie ausschütten. Angesichts der niedrigen Bewertungen der Finanzwerte an der Börse ist die Dividendenrendite relativ hoch: knapp 5,0 Prozent. Hauptversammlung ist am 9. Mai.
100 Prozent der Allianz-Aktien sind im Streubesitz. Auch hier hält die BlackRock Inc. mehr als fünf Prozent der Anteile.
Bild: dpaBASF
Der Chemiekonzern hat vom Aufschwung profitiert und will die Dividende von 2,20 Euro im Jahr 2011 in dieser Dividendensaison auf 2,50 Euro je Aktie erhöhen -das ist mehr als erwartet. Die Dividendenrendite läge dann bei 3,81Prozent (gemessen am Kurs vom 5.3.2012). Über den Dividendenvorschlag stimmen die Aktionäre am 27. April ab.
BASF ist das DAX-30-Unternehmen mit dem zweithöchsten Privatanlegeranteil in Deutschland. Rund ein Viertel der Aktien sind in Privathand. Größter Einzelaktionär ist – richtig - BlackRock Inc. mit 5,35 Prozent.
Bild: dpaBayer
Der Chemiekonzern will die Dividende wie erwartet von 1,50 auf 1,65 Euro je Aktie erhöhen. Die Dividendenrendite würde somit 3,03 Prozent erreichen. HV-Termin ist am 27. April.
Bei Bayer haben Privatanleger einen Anteil am Grundkapital von rund 12 Prozent. Bayer-Mitarbeiter halten circa ein Prozent der Aktien. BlackRock, Inc. hält an der Bayer AG mehr als fünf Prozent. Damit sind sie jedoch nicht Hauptaktionär: Die amerikanische Capital Research and Management Company hat 9,97 Prozent der Anteile des Unternehmens.
Bild: APBeiersdorf
Beiersdorf hat bereits vorläufige Zahlen vorgelegt. Der Konsumgüterhersteller hat im vergangenen Jahr einen scharfen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn fiel von 326 Millionen Euro auf 259 Millionen Euro. 2011 war belastet durch ein Sanierungsprogramm, mit dem sich der Konzern wieder auf Pflegeprodukte konzentrieren will, sowie durch besonders hohe Werbeausgaben zum 100. Geburtstag der Hauptmarke Nivea. Im laufenden Jahr steht ein Wechsel an der Konzernspitze. Am 1. März hat Beiersdorf endgültige Zahlen vorgelegt und will demnach die Dividende bei 0,70 Euro für 2012 auf dem Vorjahresniveau belassen. Die Dividendenrendite läge dann bei 1,45 Prozent. Hauptversammlungstermin ist der 26. April.
50,89 Prozent der Aktien bei Beiersdorf hält die Maxingvest AG, im Besitz von Beiersdorf sind rund zehn Prozent, der Rest befindet sich im Streubesitz.
Bild: dpaBMW
Für BMW-Aktionäre gibt es in diesem Jahr ein dickes Dividendenplus. Nach 1,30 Euro je Aktie im vergangenen Jahr will der bayrische Konzern nach der Hauptversammlung am 16. Mai diesmal 2,30 Euro je Aktie ausschütten. Die Dividendenrendite steigt damit auf 3,38 Prozent. Der Konzernüberschuss stieg 2011 um mehr als die Hälfte auf 4,9 Milliarden Euro. Das war allerdings weniger als von Analysten erwartet, die daher auch mit einer Dividende von 2,40 Euro gerechnet hatten. Insgesamt schüttet BMW 30,7 Prozent des Gewinns an die Aktionäre aus
Das freut natürlich besonders die Hauptaktionäre: BMW ist fest in Familienhand. Stefan Quandt hält 17,4 Prozent, Johanna Quandt 16,7 Prozent und
Susanne Klatten 12,6 Prozent der Anteile. Die restlichen 53,3 Prozent sind im Streubesitz.
Bild: dapdCommerzbank
Das Sorgenkind der deutschen Bankenbranche kann aufgrund der Staatsbeteiligung gar nichts für seine Aktionäre tun. Die Dividende bleibt auch 2012 auf der Nulllinie. Erst wenn das in der Finanzkrise gestützte Geldhaus die stillen Einlagen des Bundes bedient, darf es Dividenden ausschütten. Konzernchef Martin Blessing hat das für 2013 in Aussicht gestellt. Das setzt wiederum einen Gewinn nach HGB voraus. Wenn die Commerzbank die Staatsbeteiligung wieder los wird und Gewinne macht, dürfte es wieder Ausschüttungen geben. Hauptversammlung ist am 23. Mai.
Bei der Commerzbank ist immer noch die Bundesrepublik Deutschland mit 25 Prozent ungeliebter Hauptaktionär. Danach folgen die Allianz mit etwas unter fünf Prozent und Black Rock Inc. mit mehr als drei Prozent. 65 Prozent teilen sich verschiedene institutionelle Investoren.
Bild: dpaDaimler
Noch im Vorjahr war die Dividende mit 1,85 Euro je Aktie höher als beim Konkurrenten BMW. In diesem Jahr fällt der Autokonzern Daimler in diesem Vergleich hinter den Bayern zurück. Der Vorstand hat eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie vorgeschlagen. Bei der Dividendenrendite sind die Stuttgarter mit 4,8 Prozent jedoch besser. Hauptversammlung ist am 4. April.
Auch bei Daimler sind mehr als 60 Prozent im Besitz diverser institutioneller Investoren. Private Investoren halten 20,9 Prozent der Aktien, danach kommen als Einzelaktionär die Aabar Investments mit neun Prozent, Kuwait mit 6,9 Prozent und Renault/Nissan mit 3,1 Prozent.
Bild: dpaDeutsche Bank
Auch der Branchenprimus bewegt sich in schwierigem Umfeld, zumindest die Dividende soll wie im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie betragen und die Anleger so über den schwachen Aktienkurs hinwegtrösten. Hauptversammlung der Deutschen Bank ist am 31. Mai.
Die Deutsche Bank-Aktie befindet sich fast vollständig in Streubesitz. Großaktionäre sind die Credit Suisse Group mit 3,86 Prozent und BlackRock Inc. mit 5,14 Prozent.
Dax
In Deutschland ist Bilanzsaison, die börsennotierten Konzerne legen sich auf eine Dividende für ihre Aktionäre fest. Ausgezahlt wird diese am ersten Handelstag nach der Hauptversammlung. Bis auf ThyssenKrupp und Siemens, die beide bereits im Januar dran waren, halten alle Dax-Konzerne ihre Aktionärstreffen im April oder Mai ab. So manches Unternehmen hat die Dividende nach einem Rekord-Geschäftsjahr deutlich erhöht
Hier erfahren Sie, von welchen Dax-Konzernen die Aktionäre wie viel Dividende erwarten dürfen, wann die Hauptversammlung (HV) stattfindet und wer die größten Aktionäre der Konzerne sind. Alles in alphabetischer Reihenfolge.
Die Dividendenrendite bezieht sich auf den Kurs zum Zeitpunkt der Bilanzpräsentation, bei der auch die Dividendenvorschläge des Vorstands veröffentlicht wurden.
Quelle: Bloomberg, Statista, eigene Recherche.
Prominente Aktionäre wie der Münchner Mietwagenpionier Erich Sixt, Gleitsicht-Gottvater Günther Fielmann oder Verlegerin Friede Springer bereichern die Reichen-Liste. Aber auch scheuere Akteure wie die schwäbischen Fräsmaschinisten Hermle oder Familie Stotmeister, die dem Bauzulieferer Sto den Vorderteil ihres Namens lieh, reihen sich in die Multi-Millionen-Liga ein.
Klar ist: Bis auf wenige Ausnahmen ist 2012 ein goldenes Jahr für Deutschlands Dividendenprominenz. Denn das vorige Geschäftsjahr als Basis für die Ausschüttungen 2012 war für viele deutsche Unternehmen eines der besten ihrer Geschichte. Der Export lief auf Hochtouren, die Binnennachfrage blieb stabil.
Deutschlands Dividendenfürsten Platz 30 - 21
Platz 30
Fam. Sixt
Unternehmen: Sixt (Dienstleistungen)
Dividendeneinnahmen: 14,00 Millionen Euro
Platz 29
Ludwig Merckle
Unternehmen: HeidelbergCement (Bau)
Dividendeneinnahmen: 16,48 Millionen Euro
Platz 28
Fam. Fuchs
Unternehmen: Fuchs Petrolub (Chemie)
Dividendeneinnahmen: 17,98 Millionen Euro
Platz 27
Fam. Stotmeister
Unternehmen: Sto (Bau)
Dividendeneinnahmen: 18,70 Millionen Euro
Platz 26
Eheleute Lautenschläger
Unternehmen: MLP (Finanzdienstleister)
Dividendeneinnahmen: 19,04 Millionen Euro
Platz 25
Fam. Lechler
Unternehmen: ElringKlinger (Autozulieferer)
Dividendeneinnahmen: 19,10 Millionen Euro
Platz 24
Friedrich-Wilhelm Werner
Unternehmen: Bijou Brigitte (Handel)
Dividendeneinnahmen: 22,45 Millionen Euro
Platz 23
Ralph Dommermuth
Unternehmen: United Internet (Internet)
Dividendeneinnahmen: 27,00 Millionen Euro
Platz 22
Siegfried Meister
Unternehmen: Rational (Konsum)
Dividendeneinnahmen: 39,39 Millionen Euro
Platz 21
Otto Beisheim
Unternehmen: Metro (Handel)
Dividendeneinnahmen: 43,62 Millionen Euro
Bratwurst, Senf und Pharma
Mit gut 34 Milliarden Euro Dividende beglücken die gut 300 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften in diesem Jahr ihre Aktionäre, fast fünf Milliarden Euro mehr als 2011. Das haben die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und das Deutsche Institut für Portfolio-Strategien jüngst ausgerechnet. Mit insgesamt fast drei Milliarden Euro profitierten die 50 deutschen Dividendenkönige vom diesjährigen Ausschüttungssegen. Elf Aktionäre haben gar die 100-Millionen-Marke geknackt, darunter drei Großclans.
Das sommerliche Grillfest der rund 200 Mitglieder des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck dürfte dieses Jahr recht harmonisch abgelaufen sein. Einmal im Jahr trifft sich der Clan bei Bratwurst und Senf, um über die Zukunft des seit 1668 bestehenden und damit ältesten Pharmaunternehmens der Welt zu philosophieren. Die Geschäfte laufen, 2011 stiegen die Erlöse um elf Prozent. Als Dividendendosis verordneten sich die Mercks beruhigende 229,15 Millionen Euro.
Bild: dpaApple
Apple hat sich für eine Wiedereinführung von Dividenden entschieden. Konzernchef Tim Cook (links) räumte bereits zuvor auf einer Aktionärsversammlung ein, dass das Computerunternehmen über mehr Cash-Reserven verfüge als es benötige – stolze 98 Milliarden Dollar. Die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,65 Dollar ist eine deutliche Abkehr von der Firmenpolitik des inzwischen verstorbenen Steve Jobs. Apple hatte 1995 aufgrund damaliger Finanznöte die Ausschüttung von Dividenden eingestellt. Cooks Vorgänger Steve Jobs (rechts) hatte eine Wiedereinführung der Zahlungen stets abgelehnt. Dafür glänzte die Aktie in den vergangenen zwölf Jahren mit durchschnittlich 30 Prozent Kursgewinn pro Jahr.
Es sind also nicht nur die kleinen, wachstumsorientierten und finanzschwachen Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende verweigern. Auch große, längst etablierte Konzerne verzichten mitunter darauf. Die Gründe sind vielfältig.
Bild: dapdBerkshire Hathaway
Die große, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft von Börsen-Altmeister Warren Buffett, verzichtet seit jeher auf Dividenden. Dabei könnte sie sich das locker leisten – immerhin ist das Unternehmen an der Börse 146 Milliarden Euro wert und verzeichnete 2010 ein Gewinnwachstum von mehr als 50 Prozent (2011er Zahlen liegen noch nicht vor). Aber Buffett hat immer den Standpunkt vertreten, dass das Kapital im jeweiligen Unternehmen mehr Rendite erwirtschaftet, als auf dem Konto der Aktionäre. Die Erfolge seiner Investments gaben ihm in aller Regel Recht, ebenso die Kursgewinne für Langfristanleger.
Bild: dapdGoogle
Internet-Gigant Google investiert und wächst kräftig – und zahlt deshalb auch keine Dividende. Dabei entfällt umgerechnet auf jede einzelne Aktie einen Konzerngewinn von knapp 28 Euro. Außerdem sitzt das Unternehmen auf Milliarden-Reserven. Angesichts der Kursgewinne der Google-Aktie können Anleger dennoch zufrieden sein.
Bild: dpaYahoo
Der Google-Wettbewerber Yahoo verzichtet ebenso auf Ausschüttungen an die Aktionäre. War das lange dem Wachstumskurs der einstigen Internet-Ikone geschuldet, dürfe das Unternehmen heute eher unter einer Wachstums- und Ertragsschwäche leiden. Auf jede Aktie entfallen nur 0,62 Euro Gewinn. Da bleiben die Spielräume für Dividenden begrenzt. Angesichts der mäßigen Kursentwicklung der Yahoo-Aktie in den vergangenen Jahren dürfte es Anleger allerdings freuen, wenn es mal ein wenig Cash gäbe.
Bild: dapdEbay
Auch der Betreiber der gleichnamigen Online-Handelsplattform verteilt kein Geld unter seinen Aktionären. Dabei ist der Internet-Auktionshändler an der Börse mehr als 41 Milliarden Euro wert und verdient je Aktie 1,54 Euro. Aber unter den Technologiewerten aus dem Silicon Valley gelten Dividenden nun mal als altmodisch und wachstumshemmend. Die Dividendenverweigerer unter den großen deutschen Unternehmen haben da meist andere Gründe.
Bild: dpaCommerzbank
Zugegeben, um die zweitgrößte Privatbank Deutschland steht es nicht gut. Aber selbst wenn die Commerzbank wollte und könnte – sie dürfte gar keine Dividende ausschütten. Schließlich ist das Bankhaus seit ihrer Rettung mit Staatsmilliarden an die Vertragsbedingungen für die Rettungskredite gebunden. Und die besagen unter anderem, dass die Commerzbank keine Dividenden ausschütten darf. Ein Grund mehr für die Commerzbank, möglichst schnell die Staatsgelder zurückzuzahlen.
Bild: dapdDeutsche Postbank
Der ehemalige Ableger der Deutschen Post glänzte lange Jahre mit hervorragenden Zahlen und einem stetig wachsenden Privatkundenstamm. Das machte das Institut als Übernahmeziel für die Deutsche Bank attraktiv – die statt heißer Spekulationsgeschäfte im Investmentbanking nach Ausbruch der Finanzkrise wieder zurück zu mehr Brot-und-Butter-Geschäft wollte. Inzwischen hat sich die größte Privatbank Deutschlands die Postbank einverleibt. Das rasante Wachstum der Postbank im von der Finanzkrise geplagten Umfeld hatte jedoch auch seinen Preis. Schon 2008 strich die Postbank die Dividende und gab später an, auf Ausschüttungen zu verzichten, um die Eigenkapitalbasis zu stärken. Auch in diesem Jahr ist keine Dividende zu erwarten.
Bild: dpaKabel Deutschland
Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber hat ebenfalls Jahre aggressiven Wachstums hinter sich, der Verschuldungsgrad ist hoch. Im vorigen Herbst hat das Unternehmen jedoch verkündet, es gäbe Licht am Ende des Tunnels. Für das noch laufende Geschäftsjahr soll erstmals eine Dividende ausgeschüttet werden. Analysten rechnen mit stolzen 1,62 Euro pro Aktie. Auch der Schulden sollen deutlich gesenkt werden. Bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen die Versprechen einlöst.
Bild: dapdKlöckner & Co
Apple
Apple hat sich für eine Wiedereinführung von Dividenden entschieden. Konzernchef Tim Cook (links) räumte bereits zuvor auf einer Aktionärsversammlung ein, dass das Computerunternehmen über mehr Cash-Reserven verfüge als es benötige – stolze 98 Milliarden Dollar. Die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,65 Dollar ist eine deutliche Abkehr von der Firmenpolitik des inzwischen verstorbenen Steve Jobs. Apple hatte 1995 aufgrund damaliger Finanznöte die Ausschüttung von Dividenden eingestellt. Cooks Vorgänger Steve Jobs (rechts) hatte eine Wiedereinführung der Zahlungen stets abgelehnt. Dafür glänzte die Aktie in den vergangenen zwölf Jahren mit durchschnittlich 30 Prozent Kursgewinn pro Jahr.
Es sind also nicht nur die kleinen, wachstumsorientierten und finanzschwachen Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende verweigern. Auch große, längst etablierte Konzerne verzichten mitunter darauf. Die Gründe sind vielfältig.
Auch andere Familien hatten Grund zum Feiern. Die 270 Nachfahren von Werner von Siemens halten bis heute rund sechs Prozent der Aktien des Münchner Dax-Schwergewichts und durften geschätzt rund 164,56 Millionen Euro Dividende unter sich aufteilen. 107,82 Millionen Euro stärken den familiären Zusammenhalt unter den 111 Mitgliedern der Düsseldorfer Persil-Dynastie Henkel. Nur beim Ruhrgebietsclan Haniel fällt die individuelle Ausschüttungsquote vergleichsweise bescheiden aus. Zwar flossen der Duisburger Haniel-Holding dank Beteiligungen am Handelsriesen Metro, dem Büromöbelversender Takkt und dem Pharmahändler Celesio üppige Erträge zu. Doch die Duisburger drückt eine gewaltige Schuldenlast, sodass Gewinne derzeit eher in Zinsen und Tilgung denn in Saus und Braus fließen. Den mehr als 600 Haniel-Abkömmlingen verblieben deshalb in der Summe enttäuschende 50 Millionen Euro zur freien Disposition.
Im Gegensatz zu solchen Großfamilienschicksalen lief es bei so manchen Mittelständlern in der Provinz durchaus erbaulich. Der im Südschwarzwälder Luftkurort Stühlingen beheimatete Gebäudebeschichtungsexperte Sto etwa profitierte vom politisch entfachten Dämmboom und durchstieß 2011 die Eine-Milliarde-Euro-Umsatzmauer.
Deutschlands Dividendenfürsten Platz 20 - 11
Platz 20
Fam. Herz
Unternehmen: Beiersdorf (Konsum)/Tchibo (Handel)
Dividendeneinnahmen: 47,52 Millionen Euro
Platz 19
Fam. Haniel
Unternehmen: Metro, Takkt, Celesio (Handel)/ ELG (Rohstoffe)
Dividendeneinnahmen: 50,00 Millionen Euro
Platz 18
Fam. Wacker
Unternehmen: Wacker-Chemie (Chemie)
Dividendeneinnahmen: 54,65 Millionen Euro
Platz 17
Fam. von Finck
Unternehmen: SGS (Dienstleistung)/Custodia (Beteiligungen)
Dividendeneinnahmen: 64,87 Millionen Euro
Platz 16
Fam. Schmidt-Ruthenbeck
Unternehmen: Metro (Handel)
Dividendeneinnahmen: 69,00 Millionen Euro
Platz 15
Fam. Fielmann
Unternehmen: Fielmann (Handel)
Dividendeneinnahmen: 74,56 Millionen Euro
Platz 14
Dietmar Hopp
Unternehmen: SAP (Software)
Dividendeneinnahmen: 82,80 Millionen Euro
Platz 13
Friede Springer
Unternehmen: Axel Springer (Medien)
Dividendeneinnahmen: 89,73 Millionen Euro
Platz 12
Fam. Jacobs
Unternehmen: Adecco (Dienstleistung), Barry Callebaut (Kosum)
Dividendeneinnahmen: 97,78 Millionen Euro
Platz 11
Klaus Tschira
Unternehmen: SAP (Software)
Dividendeneinnahmen: 102,39 Millionen Euro
Währungsgewinnler
Familie Stotmeister, die die Sto-Stammaktien kontrolliert, verputzte darob mit schätzungsweise 18,7 Millionen Euro Dividende ihre Konten. Siegfried Meister, Gründer und Aufsichtsratschef des Dampfgarweltmeisters Rational in Landsberg am Lech, konnte gar 39,39 Millionen Euro verbuchen.
Besonders kräftigen Rückenwind spürten alle jene Aktionäre, deren Unternehmungen fern des europäischen Schuldenraums domizilieren und ihre Dividenden in alpenharten Schweizer Franken oder Britischen Pfund überwiesen haben. In Euro umgerechnet sind die Dividenden damit deutlich gestiegen. Zu den Währungsgewinnlern zählt zuvorderst Logistiker Klaus-Michael Kühne.
Bild: dpaPlatz 15: Deutsche Bahn
Ein Schelm, wer da an die gestiegenen Ticketpreise denkt: Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2011 25,9 Prozent mehr verdient. Der Überschuss lag bei 1,3 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von seiner Logistik-Sparte Schenker.
Bild: dapdPlatz 14: Porsche
Das Ausland macht Porsche mächtig Freude. Das Foto zeigt den 911 Carrera S auf der Automesse in Peking. Eine traumhafte Marge hat der Luxusschlittenbauer aus Zuffenhausen schon lange. 2011 stieg der Gewinn um 21 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro.
Bild: dpaPlatz 13: Boehringer Ingelheim
Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern schaffte einen Überschuss von 1,48 Milliarden Euro. Das waren satte 66 Prozent mehr als 2010. Damit liegt Boehringer Ingelheim auf dem 13. Platz. Und auch aktuell läuft es gut: Zuletzt wurden neue Mittel erfolgreich getestet.
Bild: dpaPlatz 12: Bosch
Die Solarsparte und Vorleistungen für das Elektroauto drücken den Gewinn bei Bosch. Und so brachen die Überschüsse beim Stuttgarter Konzern um 26,9 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro ein. Der Umsatz hingegen erreichte mit 51,5 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau.
Bild: dapdPlatz 12: KfW Bankengruppe
Da freut sich der Bund, dem das Institut mehrheitlich gehört: Die KfW Bankengruppe hat 2011 einen Überschuss von 2,07 Milliarden Euro erzielt. Das waren 21,4 Prozent weniger als 2010.
Bild: dpaPlatz 10: RWE
Die Energiewende macht RWE kräftig zu schaffen. Unter dem neuen Chef Peter Terium will der Essener Energiekonzern grüner werden - und auch die Gewinne wieder steigern. Im vergangenen Jahr sind die Überschüsse erst einmal zurückgegangen - um 39,8 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro.
Bild: dpaPlatz 9: Bayer
Der Chemie- und Pharmakonzern legte den drittgrößten Gewinnsprung der Top 15 hin. Die Überschüsse des Leverkusener Unternehmens stiegen um 88,7 Prozent auf 2,47 Milliarden Euro - nicht nur dank Asperin.
Bild: dpaPlatz 8: Allianz
2,80 Milliarden Euro hat Europas größter Versicherer im vergangenen Jahr verdient. Das waren zwar 46 Prozent weniger als 2010, aber die Aktionäre bekamen dennoch eine ordentliche Dividende.
Bild: dpaPlatz 7: SAP
Vor kurzem hat SAP als erster Dax-Konzern in der aktuellen Quartalssaison glänzende Zahlen vorgelegt. Beim Software-Riesen läuft es glänzend. 2011 verdiente SAP knapp 90 Prozent mehr als 2010. Mit einem Überschuss von 3,44 Milliarden Euro liegen die Walldorfer auf Rang sieben.
Bild: dpaPlatz 6: Deutsche Bank
Im letzten kompletten Geschäftsjahr der Ära von Josef Ackermann strich das größte deutsche Finanzinstitut einen großen Gewinn ein. Mit einem Plus von 85,7 Prozent im Vorjahresvergleich kam die Deutsche Bank auf einen Überschuss von 4,33 Milliarden Euro.
Platz 15: Deutsche Bahn
Ein Schelm, wer da an die gestiegenen Ticketpreise denkt: Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2011 25,9 Prozent mehr verdient. Der Überschuss lag bei 1,3 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von seiner Logistik-Sparte Schenker.
Die in Schindellegi bei Zürich ansässige Spedition Kühne+Nagel dürfte ihrem Großaktionär umgerechnet und geschätzt mehr als 200 Millionen Euro überwiesen haben. Auch die Angehörigen der früheren Kaffeedynastie Jacobs profitierten wohl mit rund 98 Millionen Euro vom währungsbefeuerten Ausschüttungsboom. Zu ihrer Habe zählen Schweizer Beteiligungen etwa am Leiharbeitsprimus Adecco und am Schokofabrikanten Barry Callebaut.
Deutschlands Dividendenfürsten Platz 10 - 1
Platz 10
Fam. Porsche und Piech
Unternehmen: Porsche (Auto)
Dividendeneinnahmen: 103,91 Millionen Euro
Platz 9
Fam. Henkel
Unternehmen: Henkel (Konsum)
Dividendeneinnahmen: 107,82 Millionen Euro
Platz 8
Hasso Plattner
Unternehmen: SAP (Software)
Dividendeneinnahmen: 133,67 Millionen Euro
Platz 7
Fam. Siemens
Unternehmen: Siemens (Technologie)
Dividendeneinnahmen: 164,56 Millionen Euro
Platz 6
Fam. Reimann
Unternehmen: Reckitt Benckiser (Konsum)
Dividendeneinnahmen: 176,05 Millionen Euro
Platz 5
Susanne Klatten
Unternehmen: BMW (Auto), SGL Carbon (Rohstoffe)
Dividendeneinnahmen: 178,24 Millionen Euro
Platz 4
Klaus-Michael Kühne
Unternehmen: Kühne+Nagel (Logistik)
Dividendeneinnahmen: 204,00 Millionen Euro
Platz 3
Familie Merck
Unternehmen: Merck Darmstadt (Pharma)
Dividendeneinnahmen: 229,15 Millionen Euro
Platz 2
Johanna Quandt
Unternehmen: BMW (Auto)
Dividendeneinnahmen: 231,23 Millionen Euro
Platz 1
Stefan Quandt
Unternehmen: BMW (Auto)
Dividendeneinnahmen: 240,92 Millionen Euro
Brutto-Schätzungen auf Basis der veröffentlichen Stimmrechte inkl. ausgewiesener Stiftungsanteile, teilweise in Euro umgerechnet; Quelle: eigene Recherche, Unternehmensangaben, BaFin
Für die verschwiegene Reimann-Familie, die es in der Dividendenrangliste 2012 auf Platz sechs bringt, könnte es im kommenden Jahr weiter aufwärtsgehen. Bisher ist nur Reckitt Benckiser (Sagrotan, Calgon) an der Börse und sorgte bei den Reimanns, die rund 15,4 Prozent an dem britischen Putzkoloss halten, für strahlend saubere hochgerechnete 176 Millionen Euro Dividende. Nun strebt die reimannsche Parfümfirma Coty, die weltweit größte ihrer Art, ebenfalls an den Aktienmarkt.
BMW, Porsche, SGL Carbon
Auch die automobile Zunft feierte ein wunderbares Dividendenjahr. Autovermieter Erich Sixt fuhr samt Familie 14 Millionen Euro ein. Andreas Prüfer und Rainer Binder, Gründer des Online-Reifenhandels Delticom, verbuchten über ihre Beteiligungsunternehmen 10,1 und 9,26 Millionen Euro. Selbst der Porsche-Piëch-Clan, der sich 2011 noch in Ausschüttungsaskese übte, langte wieder kräftig zu. Rein rechnerisch entfielen 90 Prozent der Gesamtdividende auf Porsche-Stammaktien von 115,46 Millionen Euro auf die von Porsche und Piëch gepoolten Anteile – macht zusammen knapp 104 Millionen Euro.
Für das Spitzentrio der WirtschaftsWoche-Dividendenliste dürften selbst solche Beträge wie ein besseres Taschengeld anmuten. Rund 650 Millionen Euro flossen 2012 an die Industriellenfamilie Quandt, die über 46,7 Prozent der BMW-Stämme gebietet. Interfamiliärer Spitzenreiter ist Stefan Quandt. Sein Paket an BMW (Werbeslogan: „Freude am Fahren“) bescherte ihm Freude über rechnerisch 240,92 Millionen Euro. Mutter Johanna war mit 231,23 Millionen Euro dabei. Auch Stefans Schwester Susanne Klatten kam nicht zu kurz. Ihre BMW-Bescherung umfasste 174,46 Millionen Euro, hinzu kamen Aufmerksamkeiten vom Carbonhersteller SGL im Wert von 3,78 Millionen Euro.


























