Großküchenausrüster: Rational leidet unter Zusatzkosten

Großküchenausrüster: Rational leidet unter Zusatzkosten

, aktualisiert 10. November 2011, 08:32 Uhr
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Produktionshalle des Küchenausrüsters Rational.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Einführung eines neuen Kochautomaten hat Umsatz und Gewinn des Großküchenausrüsters Rational deutlich belastet. Bei der Prognose für das Gesamtjahr 2011 bleibt es dennoch.

MünchenBeim erfolgsverwöhnten Großküchenausrüster Rational ist der Gewinn im dritten Quartal zusammengeschmolzen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte auf 23 Millionen Euro ab, das sind zehn Prozent weniger als vor Jahresfrist. Als Grund nannte Rational am Donnerstag, dass das bisherige Hauptprodukt durch einen neuen Kochautomaten ersetzt wurde. „Es sind erhebliche Kosten für die Neueinführung angefallen“, sagte Konzernchef Günter Blaschke.

Der Großteil der Millionenausgaben entfiel demnach auf Europa, wo der Konzern aus dem bayerischen Landsberg das meiste Geschäft macht. Die Umstellung der Fertigung sei aber fast abgeschlossen. „Wir produzieren inzwischen schon wieder mehr als je zuvor pro Tag.“ Weil im dritten Quartal der alte Kochautomat kaum mehr und der neue noch nicht voll verfügbar gewesen sei, habe Rational weniger Umsatz als sonst und damit weniger Gewinn erzielt. Die Erlöse stiegen nur um sieben Prozent auf 92 Millionen Euro, während der Auftragseingang um 16 Prozent zulegte.

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Üblicherweise arbeitet Rational Neubestellungen innerhalb von ein bis drei Tagen ab, jetzt mussten Kunden zum Teil drei bis vier Wochen auf ein Gerät warten. Von der überarbeiteten Version der Kochstation, mit der sich mehr Speisen in kürzerer Zeit und bei weniger Energieverbrauch braten, garen oder dämpfen ließen, verspricht sich Blaschke weitere Kunden neben Restaurants und Kantinen. „Die Zubereitung von Backwaren und Snacks gelingt jetzt besser, so dass das neue Produkt auch für Bäckereien und Betriebe mit heißer Theke interessant ist.“

Auf die Frage, ob sich die wachsenden Konjunktursorgen auch bei Rational bemerkbar machen, antwortete der Vorstandschef: „Anzeichen für eine Krise sehen wir nur in Griechenland - und das macht 0,3 Prozent unseres Gesamtumsatzes aus. Das vierte Quartal läuft im Rahmen der Erwartungen.“ Üblicherweise ist das letzte Vierteljahr bei Rational am stärksten. Mit den Zahlen zum dritten Quartal blieb der Konzern unter den Erwartungen der Analysten.

Für das Gesamtjahr 2011 bekräftigte Blaschke die Prognose, wonach der Umsatz um zehn Prozent steigen und der Gewinn zulegen soll. „Wir werden auch im nächsten Jahr unseren Wachstumskurs fortsetzen.“ Der Konzern sei aber dank geringer Fixkosten und Arbeitszeitkonten flexibel. „Wir haben selbst eine überraschende Krise ganz gut gemeistert, dann sollte es auch mit einer vorhersehbaren gelingen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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