Hauptversammlung: Heidelberger Druck setzt auf strategische Partnerschaften

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Hauptversammlung: Heidelberger Druck setzt auf strategische Partnerschaften

Heidelberger Druck ist noch lange nicht tot - so die Botschaft des neuen Vorstandschefs Linzbach an die Aktionäre. Für viele ist die Hauptversammlung die erste Gelegenheit, ihn live zu erleben.

Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen setzt verstärkt auf strategische Partnerschaften, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. „Es muss nicht immer unsere eigene Technologie sein“, sagte Vorstandschef Gerold Linzbach am Dienstag auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Mannheim. Viele der rund 1600 Aktionäre sahen ihn zum ersten Mal - er hat seinen Posten erst seit Anfang September inne. Der Konzern war in den vergangenen Jahren ins Trudeln geraten.
Ein Sprecher erläuterte, das Unternehmen könnte etwa Produkte anderer Hersteller unter dem Namen Heidelberger Druck vertreiben. Mehrere Unternehmen vertreiben dabei jeweils das gleiche Produkt, aber unter eigenem Firmennamen. Außerdem könnten Technologien in Maschinen bei Heideldruck integriert werden, ohne sie selbst entwickeln zu müssen. Wachstumschancen sieht Linzbach im Verpackungsbereich. In den Schwellenländern steige der Bedarf.

Im Anschluss an die Hauptversammlung wurde Robert Koehler (64) erwartungsgemäß in seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt. Seine Amtszeit dauert bis 2018. Der Aufsichtsrat war zuletzt von 16 auf 12 Mitglieder verkleinert worden.

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Hinter dem Unternehmen liegen fünf Jahre mit jeweils dreistelligen Millionen-Verlusten. „Wir haben uns selbst zu lange etwas vorgemacht und auf eine Markterholung gehofft, die nicht eingetreten ist“, sagte Linzbach. Auf die Veränderungen am Markt habe das Unternehmen erst verzögert reagiert. Der Vorstandschef machte den Aktionären aber Mut: „Print/Druck ist - trotz aller Gerüchte - noch lange nicht tot.“ Die Anzahl der Druckereien sei zwar zurückgegangen, das weltweite Druckvolumen sei dabei aber konstant geblieben.
Die versprochene Rückkehr in die schwarzen Zahlen soll auch mit einem verstärkten Stellenabbau gelingen: Das Unternehmen hat heute nach eigenen Angaben rund 6000 Mitarbeiter weniger als vor fünf Jahren. Derzeit sind es noch etwa 14 200 Beschäftigte. Zuletzt war angekündigt worden, dass die Mitarbeiterzahl bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 auf rund 13.500 sinken soll.

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