Henkel: Guter Start in die Nach-Rorsted-Ära

Henkel: Guter Start in die Nach-Rorsted-Ära

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Henkel: Gewinn stärker als von Analysten erwartet

Der neue Henkel-Chef Hans Van Bylen nimmt mit moderatem Umsatzwachstum aber deutlich steigenden Gewinnen die Arbeit an der Konzernspitze auf.

Es ist ein letzter schöner Gruß seines Vorgängers: Der zu Adidas wechselnde Däne Kasper Rorsted hat seinem Nachfolger, dem Belgier Hans Van Bylen, ein Gewinnplus hinterlassen, das sogar höher ausfiel als Analysten erwartet hatten. Währungsschwankungen und der starke Wettbewerb in Westeuropa bremsten den Hersteller von Persil, Schwarzkopf oder Loctite-Klebstoffen, so dass der Umsatz bis Ende März nur um 0,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro kletterte. Organisch, also aus eigener Kraft, legte Henkel hingegen um knapp drei Prozent zu.

Deutlicher stieg der Gewinn. Operativ verdiente Henkel mit 751 Millionen Euro 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Überschuss stieg sogar um fast 12 Prozent auf 525 Millionen Euro. Damit übertraf Henkel die Erwartungen der Analysten. „Henkel ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, bilanzierte Van Bylen, der am 1. Mai den Chefsessel in der Düsseldorfer Konzernzentrale übernommen hatte. Sein Vorgänger Rorsted wird zum 1. Oktober Chef beim Sportartikelhersteller Adidas.

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Für das Gesamtjahr sieht der neue Vorstandschef den Konzern auf Kurs und bestätigte die Prognosen. Henkel rechne für 2016 weiter mit einem organischen Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent, die bereinigte Ebit-Marge sieht der Konzern bei 16,5 Prozent, beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie erwartet Henkel einen Zuwachs zwischen acht und elf Prozent.

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Markenartikel im Supermarkt Quelle: dpa

Van Bylen erwarte aber insgesamt ein „herausforderndes Umfeld“, denn die Weltwirtschaft wachse nur verhalten, Unsicherheiten an den Märkten und ungünstige Wechselkursentwicklungen hielten an. Damit hat sich Van Bylen schon nach wenigen Wochen auf die Tonalität seines Vorgängers eingestellt, der ebenfalls stets zurückhaltend und vorsichtig argumentierte.

Im ersten Quartal hatte Henkel vor allem dank guter Geschäfte mit Waschmitteln und Kosmetik zugelegt. Konkurrent Beiersdorf war dagegen mit einem Umsatzminus ins Jahr gestartet. Die Erlöse des Nivea-Herstellers waren im Auftaktquartal um knapp zwei Prozent gesunken. Im November will der 55-jährige Henkel-Chef, der seit 1984 für Henkel tätig ist und zuletzt im Vorstand den Kosmetikbereich verantwortete, die neue Strategie des Familienkonzerns für die kommenden Jahre vorstellen.

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