Henkel: Kaspar Rorsted rechnet mit Durststrecke in Russland

Henkel: Kaspar Rorsted rechnet mit Durststrecke in Russland

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Der Vorstandsvorsitzende von Henkel, Kasper Rorsted

Russland und die USA sind zurzeit Sorgenkinder des Henkel-Konzerns. Doch wirklich ausbremsen können sie das Unternehmen nicht.

Der Markenartikel-Hersteller Henkel (Persil, Schwarzkopf, Loctite) stellt sich auf eine Durststrecke im Russland-Geschäft ein. Das Unternehmen erwarte in diesem Jahr wegen der Wirtschaftskrise in Russland und wegen des schwachen Rubel eine spürbare Verschlechterung der Geschäfte auf seinem viertgrößten Markt, sagte Konzernchef Kasper Rorsted am Mittwoch in Düsseldorf. Doch der Konzern wolle die Krise durchstehen. Langfristig sehe Henkel nach wie vor große Wachstumschancen in dem riesigen Land.

„Ob die Besserung 2016, 2017 oder 2018 kommt, weiß ich nicht“, sagte Rorsted. Doch habe der Konzern Erfahrung im Krisenmanagement in Russland. Seit seinem Markteintritt 1990 habe Henkel dort schon dreimal schwierige Zeiten durchstehen müssen und dabei die Erfahrung gemacht, dass sich Geduld lohne und Loyalität belohnt werde.

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Kaspar Rorsted und Simone Bagel-Trah Quelle: dpa

Ganz andere Probleme als in Russland hat Henkel in Nordamerika, wo ein harter Promotions- und Preiswettbewerb 2014 zu Umsatzeinbußen führte. Auf dem wichtigsten Markt des Konzerns habe es Henkel außerdem an Innovationen gefehlt. Auch im Management seien Fehler gemacht worden, räumte Rorsted ein. Doch habe der Konzern mit einer Task-Force inzwischen die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die großen Chancen in Nordamerika künftig besser genützt würden.

Die beiden Sorgenkinder konnten den Konzern zwar bremsen, aber nicht wirklich vom Kurs abbringen. Zwar stieg der Konzernumsatz 2014 nur um 0,4 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Organisch - also währungs- und portfoliobereinigt - wuchs der Umsatz aber um 3,4 Prozent. Und der auf die Henkel-Aktionäre entfallende Jahresüberschuss nahm um 2,5 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Euro zu.

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Denn die Geschäfte in den Wachstumsmärkten und auch auf dem deutschen Heimatmarkt liefen weiterhin gut. Zusätzliche Impulse bekam das Wachstum durch Zukäufe im Gesamtwert von 1,8 Milliarden Euro. Auch in Zukunft plant der Konzern weitere Akquisitionen. Insgesamt habe der Konzern noch einen Spielraum von 4 bis 4,5 Milliarden Euro für Zukäufe, sagte Finanzvorstand Carsten Knobel.

Henkel ist bekannt für seine Wasch- und Reinigungsmittel wie Persil sowie Körperpflegeprodukte etwa der Marke Schwarzkopf. Der Konzern ist zugleich der größte Klebstoffhersteller der Welt.

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