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exklusiv Hess AG: 1,35 Millionen Euro würden zur Rettung nicht reichen

von Annina Reimann

Die Rettung des angeschlagenen Leuchtenherstellers Hess wird immer schwieriger.

Der Leuchtenhersteller Hess kann die geforderte Erhöhung des Eigenkapitals bisher nicht erfüllen Quelle: dpa
Der Leuchtenhersteller Hess kann die geforderte Erhöhung des Eigenkapitals bisher nicht erfüllen Quelle: dpa

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Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben die Gläubigerbanken unter anderem eine Erhöhung des Eigenkapitals zur Voraussetzung gemacht, um eingefrorene Kreditlinien und Guthaben wieder freizugeben.

Doch diese Forderung sei nicht mit den 1,35 Millionen Euro zu erfüllen, die der fristlos entlassene Vorstandschef Christoph Hess angeboten hat. Ein Unternehmensinsider sagte der WirtschaftsWoche, dass die auf einem Treuhandkonto liegende Summe nicht als Eigenkapital nutzbar sei, da die 1,35 Millionen in etwa der Höhe einer offenen Forderung an den Großaktionär entsprächen.

Leuchtenhersteller Hess-Aktie

Hess (Aktienkurs in Euro)

Leuchtenhersteller

ISIN: DE000A0N3EJ6

Großaktionär des Börsenneulings Hess AG ist die Hess Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG, über die Christoph Hess knapp 40 Prozent der Hess-Anteile bündelt. Ein Sprecher von Christoph Hess sagte, dass die Höhe der „angeblichen Forderungen“ der Hess AG noch offen seien.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.02.2013, 08:53 UhrThe_Wonderer

    "Wenn die Vorwürfe zutreffen"... sehr richtig. Wenn und nur dann wäre es eine dolose Handlung.

    In einem Rechtsstaat wie dem unseren ist aber eines der höchsten Prinzipien die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils. Hinweise sind da eben nicht ausreichend. Beweise wären erforderlich. Bisher sind es eben nur "eventuell vorhandene Falschbuchungen".

    Wer nur ein wenig tieferen Einblick in die Welt der Bilanzierung hat, weiß um die enormen Spannweiten von Auslegungen und Bewertungsspielräumen, die alle den herrschenden Rechtsnormen entsprechen... Wenn es wirklich so eindeutige Fehlbuchungen gegeben hat... hätten die darauf angesetzten Fachleute so etwas nicht sofort erkennen müssen?

    Und die Unterstellung ethischen Unternehmerverhaltens nur weil es sich um eine börsennotierte Gesellschaft handelt hat schon etwas Heroisches. Die Skandale um solche große Gesellschaften in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die drohenden rechtlichen Sanktionen Mißbräuche nicht verhindern können.

    Wie dem auch sei, lächerlich ist an diesem Vorgang überhaupt nichts. Hier hängen viele persönliche Schicksale von Arbeitnehmern, Zulieferern, Anlegern und noch vielen Anderen dran, die Schaden nehmen.

    Jedenfalls gibt auch Ihr Kommentar keinerlei Antworten auf die Frage nach diesen seltsamen Falschmeldungen und deren Folgen.

    Und... ich möchte darauf hinweisen, dass ich keinesfalls Kursmanipulationen unterstellt habe. Ich habe lediglich Fragen gestellt und dabei unbestreitbare Tatsachen aufgeführt.

    So einen unbewiesenen Vorwurf würde ich nämlich niemals äußern, weil eine solche Falschbeschuldigung ja strafbar wäre und ganz einschneidende persönliche Konsequenzen für mich nach sich ziehen könnte... das tut ein Leser dieser respektablen Zeitschrift und Internetseite ganz einfach nicht... (eben auch zunächst mal nur so unterstellt...)

  • 09.02.2013, 14:13 UhrKatharina_die_Grosse

    "... vielleicht vorhandenen fehlerhaften Umsatzbuchungen"???
    Wenn die Vorwürfe zutreffen handelt es sich schlicht und ergreifend um BETRUG (und ich unterstelle zunächst einmal, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten AG solche Aussagen ohne starke belastbare Hinweise nicht tätig, da ansonsten auch persönlich rechtliche Konsequenzen drohen, ganz zu schweigen von den Konsequenzen einer Ihrerseits unterstellten Kursmanipulation).
    Die verbreiteten Verschwörungstheorien eines Übernahmeversuchs oder Ausschlachten des Unternehmens durch eine Heuschrecke ist lächerlich.

  • 09.02.2013, 10:24 UhrThe_Wonderer

    Schon komisch dies ganze Angelegenheit... Gestern konnte man hier noch lesen, dass 35 Millionen nicht zur Rettung ausreichen würden... Das würde dann wohl auch noch den letzten Aktionär dazu bewegen seine Aktien zum Dumpingpreis abzugeben. Nunmehr sind es nur noch 1,35 Mio... ein kleiner Unterschied, oder?

    An anderer Stelle konnte man lesen, dass die Kreditlinien bereits gekündigt sind (ein zwingender Insolvenzantragsgrund), danach kommt die Korrektur dahingehend, dass die Linien nicht gekündigt, sondern nur vorübergehend zur Sicherheit eingefroren worden sind.

    Und jedes Mal kann man den Aktienkurs beobachten und sehen, wie es nach den falschen Horrormeldungen nach unten geht... und dnach wieder etwas bergauf... also wird nach dem Kursverlust anscheinend doch wieder gekauft? Bis zur nächsten Schreckensmeldung eben...

    Was für ein Spiel wird hier eigentlich gespielt? Wer legt es darauf an, dieses Unternehmen, das bisher doch ganz gut funktioniert hat, in die Insolvenz zu treiben? Vage Andeutungen, Falschmeldungen, es ist anzunehmen, dass dies alles dem Unternehmen und den Aktionären mehr geschadet hat, als es die bisher nicht nachgewiesenen, vielleicht vorhandenen fehlerhaften Umsatzbuchungen getan hätten.

    Bin ich der Einzige, dem dieser Vorgang seltsam vorkommt?

    Wie erklärt Herr van Telden wohl seinen Anteilseignern, warum deren Geld so einfach vernichtet worden ist?

    Fragen über Fragen... aber in diesem Vorgang ist man ja schon daran gewöhnt, viele Fragen und keinerlei Antworten zu erhalten...

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