
Die Investmentbank Morgan Stanley rät General Motors zum Verkauf von Opel. Zwar wäre die Trennung von der europäischen Tochter mit Kosten von geschätzt 13 Milliarden Dollar zunächst teuer, aber langfristig dennoch die beste Lösung für GM und Opel selbst, hieß es am Donnerstag in einer Publikation der Bank.
Ein Ende der Verluste bei Opel sei nicht in Sicht. „Einer der Kardinalfehler in der Auto-Industrie ist der Besitz eines Geschäftes, das Geld und Ressourcen verschlingt“, erklärte Analyst Adam Jonas. „Die Zeit für GM ist gekommen, um für Opel ein neues Zuhause zu finden.“
GM bekräftigte jedoch, an Opel festhalten zu wollen. „Trotz des harten Umfelds für die Automobil-Industrie in Europa sind wir überzeugt, bei Opel/Vauxhall die Wende zu schaffen“, erklärte ein Sprecher.
Die Investmentbanking-Sparte von Morgan Stanley hat GM in der Vergangenheit beraten. Opel stellt nach Ansicht der Branchenexperten die größte Gefahr für die langfristige finanzielle Gesundheit des GM-Konzerns dar. Das Institut prognostizierte, dass Opel in den kommenden zehn Jahren Verluste von mehr als zwölf Milliarden Dollar (knapp zehn Milliarden Euro) anhäufen wird.
„Opel zehrt nicht nur wertvolles Bargeld auf“, erklärte Jonas. „Es zehrt auch an Ingenieurs- und Managementkapazitäten und beraubt die Unternehmenskultur um Energie und Zuversicht.“

























