Quelle: dpaE.On
Weltweit will E.On bis 2015 etwa 11.000 seiner 80.000 Stellen abbauen, allein 6000 davon in Deutschland. E.On kündigte jetzt an, jede dritte Stelle im Personal- und Rechnungswesen zu streichen und hunderte Jobs nach Rumänien auszulagern. Rund 1200 der insgesamt 3700 Arbeitsplätze in diesem Bereich sollten bis 2015 abgebaut werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Arbeitnehmervertreter sehen schwarz für die betroffenen Mitarbeiter. Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE haben sich bereits mit E.on auf einen Tarifvertrag zur Umsetzung des Stellenabbaus in Deutschland geeinigt. Der Tarifvertrag läuft bis 2016 und sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie zeitlich nachgelagert die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Konzernchef Teyssen hatte im August einen drastischen Sparkurs angekündigt. Mit dem Programm „E.on 2.0“ will das Unternehmen seine beeinflussbaren Kosten bis 2015 auf 9,5 Milliarden Euro senken.
Quelle: dpaNeckermann
Das endgültige Aus der Neckermann-Kataloge ist besiegelt. Das Schicksal von Quelle vor Augen, stampft der kriselnde Versandhändler nun auch noch die Sortimentskataloge ein - der dicke Hauptkatalog ist bereits Geschichte. Das Print-Geschäft sowie die Eigentextil-Sparte werden eingestellt. 1400 von 2500 Jobs fallen dem zum Opfer. Neckermann.de will ein reiner Online-Händler werden. Während der profitable E-Commerce zweistellig zulegt, ist das Katalog-Geschäft im Sinkflug. Mit der Abschaffung der gedruckten Kataloge will Neckermann Spielraum schaffen für Millionen-Investitionen ins Internet.
Quelle: REUTERSMerck
Firmenchef Karl-Ludwig Kley will Merck umbauen und dabei kräftig Kosten senken. Weltweit sind 40.000 Menschen für den Pharma- und Chemiekonzern tätig, 10.000 allein in Deutschland. Auf der letzten Hauptversammlung kündigte Kley an, weltweit Stellen zu streichen. Wie viele Arbeitnehmer betroffen sein werden, sagte er jedoch nicht. Er wolle den Stellenabbau jedenfalls "möglichst auf freiwilliger Basis" und relativ zeitnah umsetzen.
Quelle: dpaFirst Solar
Der US-Solarmodulhersteller First Solar schließt bis Jahresende seine Werke in Frankfurt/Oder. 1200 Beschäftigte verlieren ihren Job. Insgesamt will First Solar 2000 Stellen streichen und jährlich 100 bis 120 Millionen Euro einsparen. Die deutsche First-Solar-Tochter hatte erst im Herbst vergangenen Jahres ein zweites Werk in Frankfurt/Oder in Betrieb genommen. Für die dort Beschäftigten wurde im Februar allerdings Kurzarbeit beantragt. First Solar mit Firmensitz in Tempe im Bundesstaat Arizona leidet wie die gesamte Solarbranche unter dem Preisverfall infolge von Überkapazitäten. Erschwerend kommen massive Förderkürzungen in Deutschland aber auch anderen wichtigen europäischen Absatzmärkten hinzu.
Quelle: dpaWincor Nixdorf
Der Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller Wincor Nixdorf aus Paderborn. streicht nach einem Gewinneinbruch europaweit mehr als 500 Stellen. Etwa die Hälfte davon soll in Deutschland entfallen. In den ersten zwei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/2012 hat sich das operative Ergebnis (Ebita) auf 45 Millionen Euro fast halbiert. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein operatives Ergebnis von etwa 100 Millionen Euro. Berücksichtigt seien dabei Kosten von etwa 40 Millionen Euro für ein bereits gestartetes Restrukturierungsprogramm. Im Vorjahr hatte Wincor Nixdorf noch ein Ebit von 162 Millionen Euro erzielt. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen eine Entwicklung auf Vorjahresniveau (2,3 Milliarden Euro). Grund für reduzierten Ergebniserwartungen ist dem Unternehmen zufolge vor allem ein deutlicher Umsatzrückgang im Banken-Geschäft.
Quelle: REUTERSSchlecker
Fast 12.000 Mitarbeiter verloren beim Drogerieriesen Schlecker ihren Arbeitsplatz. Jede zweite Filiale machte dicht. Das Drogerie-Imperium von Anton Schlecker fiel Anfang des Jahres in sich zusammen. Von der Pleite sind in erster Linie weibliche Angestellte betroffen. Die Schlecker-Frauen kämpften mit allen Mitteln für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze - am Ende blieben sie erfolglos. Die von Baden-Württemberg angestrebte Transfergesellschaft kam nicht zustande.
Quelle: dpaLufthansa
Konzern-Chef Christoph Franz will in der Verwaltung von Deutschlands größter Fluggesellschaft ein Viertel der bisherigen Kosten einsparen. 80 Prozent davon sind Personalkosten. Künftig sollen weniger Mitarbeiter, die gleiche Arbeit für weniger Gehalt machen - so präsentierte Franz sein Konzept im Rahmen des Sparplans "Score" bei der Bilanz-Pressekonferenz am 15. März 2012. Wie viele Stellen konkret eingespart werden sollen, ist noch nicht bekannt.
Quelle: dapdFerrostaal
Einst galt der Anlagenbauer Ferrostaal als Perle der deutschen Industrie. Dann kam die Schmiergeldaffäre um Millionenzahlungen etwa für U-Boot-Aufträge. Der Neuanfang unter der Beteiligungsgesellschaft MPC beginnt mit einem kräftigen Personalabbau. Die Mitarbeiterzahl werde bis Ende März von früher 5300 auf rund 4300 schrumpfen, sagte ein Firmensprecher in Essen. Ein Teil des Personalabbaus sei bereits im vergangenen Jahr umgesetzt worden, zum Beispiel nach der Schließung von Baustellen in Libyen wegen des Bürgerkrieges.
Quelle: dpaCentrotherm
Der Solarzulieferer Centrotherm aus dem schwäbischen Blaubeuren leidet wie viele deutsche Solarunternehmen unter dem schwierigen Marktumfeld der Branche. Jetzt müssen 400 der 1900 Mitarbeiter bis zur Jahresmitte ihren Arbeitsplatz räumen. Der Anlagenbauer rutschte 2011 erstmals seit dem Börsengang vor vier Jahren in die roten Zahlen. Endgültige Zahlen will das Unternehmen am 27. März bekanntgeben.
Quelle: ZBRoth & Rau
Noch ein Solarunternehmen: Der Photovoltaik-Anlagenbauer aus Sachsen kündigte im Februar 2012 ein Restrukturierungsprogramm an. 200 Arbeitsplätze im In- und Ausland fallen weg, Tochtergesellschaften werden verkauft. Bis zur Bekanntgabe arbeiteten bei Roth & Rau knapp 1400 Menschen. Betroffen sind die Standorte in Hohenstein-Ernstthal, wo 15 Prozent der 420 Stellen gestrichen werden sollen. Der Unternehmensumbau soll bis Mitte 2012 abgeschlossen sein. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Solartechnik-Spezialist dann jährliche Einsparungseffekte von 18 Millionen Euro.
E.On
Weltweit will E.On bis 2015 etwa 11.000 seiner 80.000 Stellen abbauen, allein 6000 davon in Deutschland. E.On kündigte jetzt an, jede dritte Stelle im Personal- und Rechnungswesen zu streichen und hunderte Jobs nach Rumänien auszulagern. Rund 1200 der insgesamt 3700 Arbeitsplätze in diesem Bereich sollten bis 2015 abgebaut werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Arbeitnehmervertreter sehen schwarz für die betroffenen Mitarbeiter. Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE haben sich bereits mit E.on auf einen Tarifvertrag zur Umsetzung des Stellenabbaus in Deutschland geeinigt. Der Tarifvertrag läuft bis 2016 und sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie zeitlich nachgelagert die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Konzernchef Teyssen hatte im August einen drastischen Sparkurs angekündigt. Mit dem Programm „E.on 2.0“ will das Unternehmen seine beeinflussbaren Kosten bis 2015 auf 9,5 Milliarden Euro senken.
Notorische Schwarzmaler tönten schon im Dezember des vergangenen Jahres. Weil Commerzbank, WestLB, Hypo-Vereinsbank und andere Großunternehmen Stellenstreichungen ankündigten, sei die rasante Erholung der deutschen Wirtschaft an ihrem Ende angekommen. Doch wahr wird die Behauptung auch durch die schlechten Firmennachrichten von heute nicht. Die Konsumneigung der Deutschen ist ungebrochen, die Geschäftserwartungen der Unternehmen zeigen nach oben und der Mittelstand geht optimistisch ins Jahr 2012. Doch wo viel Licht ist, ist immer auch Schatten.
Nokia Siemens Network ist kein Opfer der vergangenen Wirtschaftskrise oder einer gebremsten Konjunktur. Sowohl der finnische Mobilfunkriese Nokia als auch der Münchner Technologiekonzern Siemens mussten erkennen, dass die Ausgründung und Zusammenlegung ihrer Netzausrüstungssparten noch kein Geschäftsmodell darstellt. Chinesische Konkurrenz in Gestalt von Huawei, die mit superniedrigen Kosten arbeitet, lässt sich nicht durch das Heben von Synergien ausstechen.
Auch der 2006 gescheiterte Versuch von Siemens, die Handyproduktion in Deutschland durch Verkauf an den taiwanesischen Hersteller Benq, war kein Signal für weniger Jobs, ebenso wenig die Ankündigung von Nokia im September 2011, weitere 3500 Stellen zu streichen. Siemens hat schlicht einmal mehr im Geschäft mit Endkunden versagt. Und die Finnen haben schlicht den Trend zu Smartphones verschlafen. Die Jobs, die dadurch verloren gehen, entstehen bei Samsung und Apple beziehungsweise bei deren Zulieferern.













