Industriegase-Spezialist: Linde kappt Ziele wegen trüber Wirtschaftslage

Industriegase-Spezialist: Linde kappt Ziele wegen trüber Wirtschaftslage

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Prognosesenkung lässt Linde abstürzen

Linde hat wegen mauer Konjunkturaussichten die Ziele für das Gesamtjahr gekappt. Das Unternehmen musste wegen schlechter Bedingungen in einzelnen Regionen außerplanmäßige Abschreibungen von 229 Millionen Euro vornehmen.

Der weltgrößte Industriegase-Konzern Linde verabschiedet sich wegen außerplanmäßiger Abschreibungen und der schleppenden Konjunktur von seinen bisherigen Mittelfristzielen. Linde peile jetzt auf Basis aktueller Wechselkurse 2017 ein operatives Konzernergebnis von 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro an und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von elf bis zwölf Prozent, wie das Münchener Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bislang wollte Linde bereits im Jahr 2016 ein operatives Konzernergebnis von mindestens 5 Milliarden Euro und eine Rendite von etwa 13 Prozent schaffen.

"Wir müssen aber berücksichtigen, dass die wirtschaftliche Dynamik weit schwächer ausgefallen ist, als wir alle erwartet hatten", räumte Konzernchef Wolfgang Büchele ein. Darüber hinaus hätten sich auch die weiteren Aussichten für die weltweite Konjunkturentwicklung eingetrübt. Büchele, der seit Mai im Chefsessel sitzt, hatte die Mittelfristziele noch von seinem Vorgänger Wolfgang Reitzle übernommen.

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Im dritten Quartal machten dem Konzern, der Chemie- und Stahlfirmen mit Gasen versorgt und Medizingase für die Gesundheitsbranche herstellt, unter anderem hohe Abschreibungen im Gasegeschäft und die stotternde Konjunktur in vielen Ländern zu schaffen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) nahm um 2,7 Prozent auf 1,00 Milliarde Euro ab und lag damit im Rahmen der Analystenschätzungen.

Auch Jahresziele für 2014 gesenkt

Der Überschuss brach um 42,4 Prozent auf 194 Millionen Euro ein. Linde schrieb außerplanmäßig 229 Millionen Euro ab, unter anderem betraf dies Teile eines Werks in China. Der Rivale des französischen Konzerns Air Liquide setzte von Juli bis September 4,37 Milliarden Euro um, ein leichter Zuwachs von 2,6 Prozent.

Bei Anlegern kam der Zwischenbericht des dritten Quartals nicht gut an. Die Linde-Aktie büßte im vorbörslichen Handel mehr als sechs Prozent ein.

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Wegen der Millionenabschreibungen im dritten Quartal wird Linde nun sein Renditeziel für dieses Jahr nicht schaffen. Die bislang angepeilte Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von rund zehn Prozent werde verfehlt, kündigte Büchele an. Beim operativen Konzernergebnis wird Linde nun währungsbereinigt voraussichtlich nur das Vorjahresniveau erreichen. Bislang hatte Linde eine moderate Steigerung in Aussicht gestellt.

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