Insolventer Fotopionier: Gericht genehmigt Kodaks Sanierungsplan

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Insolventer Fotopionier: Gericht genehmigt Kodaks Sanierungsplan

Kodak kann auf den Neuanfang hoffen. Ein Gericht in New York hat dem Sanierungsplan des Unternehmens zugestimmt. Damit kann Kodak das Insolvenzverfahren wie erhofft Anfang September verlassen.

Der insolvente Fotopionier Kodak hat auf dem Weg zu einem Neuanfang eine wichtige Hürde genommen: Ein Gericht in New York hat am Dienstag das Sanierungskonzept des Unternehmens gebilligt. Damit kann Kodak hoffen, wie geplant am 3. September den Insolvenzschutz hinter sich lassen zu können. Künftig will sich der Konzern auf professionelle Drucklösungen spezialisieren.

Die Kodak-Chronik

  • 1881

    Der Amerikaner George Eastman gründete zusammen mit Henry Strong die Eastman Dry Plate Company, aus der elf Jahre später Kodak hervorgeht. Zunächst stellt das Unternehmen trockene Fotoplatten her.

  • 1888

    Die erste Kodak-Kamera kommt auf den Markt. Dank der 1900 eingeführten "Kodak Brownie" wird das Fotografieren massentauglich, die Kamera zum Preis von einem US-Dollar ist für jeden Hobbyfotografen erschwinglich.

  • 1935

    Kodak bringt den ersten Farbfilm auf den Markt, der auch für Hobbyfotografen geeignet ist.

  • 1975

    Der Ingenieur Steven Sasson entwickelt die erste Digitalkamera für Kodak.

  • 1986

    Kodak verliert einen Rechtsstreit um die Sofortbildkamera gegen Konkurrent Polaroid. Das führt neben der Strafe in Milliardenhöhe zu einem bedeutenden Imageverlust und gilt als der Wendepunkt in der Geschichte des Foto-Riesen.

  • 1991

    Das Unternehmen erzielt einen Rekordumsatz von 19,4 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig bringt Kodak mit der "DC-100" die erste Digitalkamera in den Handel. Massentauglich ist sie nicht - das Modell kostet 25 000 Mark.

  • 2004

    Kodak stellt den Verkauf von Kleinbildkameras ein, um sich ganz auf den Markt zu konzentrieren.

  • 2011

    Kodak schreibt das vierte Jahr in Folge rote Zahlen.

  • 2012

    Am 19. Januar 2012 stellte Kodak einen Insolvenzantrag gemäß Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts. Das Unternehmen stellte die Produktion von Digitalkameras, Diafilmen, des Schwarzweiß-Films Kodak P3200 T-Max, Videokameras und digitalen Bilderrahmen ein und kündigte an, sich auf das Druckergeschäft konzentrieren zu wollen. Die Onlineplattform Kodak Gallery wurde an den Konkurrenten Shutterfly verkauft.

  • 2013

    Am 3. September 2013 verkaufte Kodak seine Filmproduktion und gab damit das ehemalige Kerngeschäft auf. Am gleichen Tag wurde Kodak aus dem Gläubigerschutzverfahren entlassen. Das neue Unternehmen Kodak Alaris entstand.

Im Jahr 1880 gegründet, hatte das traditionsreiche Unternehmen im vergangenen Jahr Konkurs anmelden müssen. Der Grund: Es hatte beim Trend zur Digitalfotografie nicht mit der Konkurrenz Schritt halten können. Seitdem musste Kodak sich von zahlreichen Geschäftsfeldern und Patentrechten trennen, Tausende Stellen fielen weg.

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Nun steht der Konzern vor einem möglichen Neubeginn: „Kodak ist ein anderes Unternehmen als jenes, dass einmal der öffentlichen Wahrnehmung entsprach - und ein völlig anderes als das (Unternehmen), das Insolvenz anmeldete“, sagte Anwalt Andrew Dietderich am Dienstag vor Gericht. Das Unternehmen hat sich bei Banken die nötige Finanzierung für einen Neustart gesichert.

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