Insolventer Leuchtenhersteller: Finanzaufsicht BaFin stellt Anzeige im Fall Hess AG

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Hess AG in Villingen-Schwenningen

von Annina Reimann

Die Finanzaufsicht BaFin hat ihre Untersuchung zum Börsengang des mittlerweile insolventen Leuchtenherstellers Hess mit zwei Anzeigen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und Insiderhandel abgeschlossen.

Das teilte die Behörde der WirtschaftsWoche auf Anfrage mit, ließ dabei aber offen, gegen wen sich die Anzeigen richten. Teil des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Mannheim ist nun auch der An- und Verkauf von Aktien. Die Staatsanwaltschaft bestätigte der WirtschaftsWoche, dass sie wegen des Verdachts der Untreue ermittle, „da Firmen aus dem Umfeld der Hauptbeschuldigten mit Geldern der Hess AG Aktien erworben haben sollen“. Der ehemalige Vorstandschef Christoph Hess war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, Ex-Finanzchef Peter Ziegler wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der WirtschaftsWoche liegen interne E-Mails von Ziegler an seinen Chef Hess vor, die darauf hindeuten, dass zwei Gesellschaften mit den Namen Evros und K+K insgesamt 200.000 Aktien zum Börsengang zeichnen sollten. „Nach den mir vorliegenden Unterlagen sind Hess-Aktien im Wert von zwei Millionen Euro zum Börsengang mit dem Geld einer der Familie Hess zuzurechnenden Gesellschaft gezeichnet worden“, sagte Insolvenzverwalter Volker Grub, der die Geldströme von Hess nachverfolgt hat, der WirtschaftsWoche.

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Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren um den Verdacht auf Subventionsbetrug erweitert. „Wir untersuchen seit Ende Oktober eine Gesellschaft, an der zwei damalige Führungskräfte der Hess AG sowie mittelbar die beiden Vorstände beteiligt waren“, sagte Staatsanwalt Peter Lintz. Nach Informationen der WirtschaftsWoche geht es um die in Dresden ansässige LightDesign Solutions GmbH, die rund 1,3 Millionen Euro aus zwei sächsischen Gründerfonds erhalten haben soll. Die Fonds werden von einer Gesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gesteuert. Der LBBW sei vom Verdacht auf Subventionsbetrug nichts bekannt, sagte ein Sprecher der Bank auf Anfrage. Christoph Hess war auch dazu nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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