Investoren: Ausländische Finanzinvestoren wollen mehr deutsche Unternehmen kaufen

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Ausländische Investoren wollen mehr deutsche Unternehmen kaufen

von Mark Fehr

Internationale Firmenjäger wollen sich verstärkt in Deutschland engagieren.

85 Prozent der Private-Equity-Fonds, die schon in Deutschland investiert haben, wollen in den kommenden fünf Jahren weitere deutsche Unternehmen erwerben. Von den Finanzinvestoren, die bisher der Bundesrepublik fern blieben, möchten 26 Prozent demnächst bei deutschen Firmen einsteigen. Das ergab eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC unter 232 europäischen Beteiligungsmanagern, die der WirtschaftsWoche vorliegt. „Die Investoren warten nur noch auf passende Kaufgelegenheiten, um zuzugreifen“, sagte Steve Roberts, Leiter des Geschäfts mit Private-Equity-Firmen bei PwC, der WirtschaftsWoche. Laut PwC-Umfrage kommt der europäische Beteiligungsmarkt 2014 stark in Schwung. 60 Prozent der Befragten erwarten ein besseres Marktumfeld als im Vorjahr, 23 Prozent rechnen damit, mehr Bankkredite für Übernahmen zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Übernahmen durch Finanzinvestoren werden hierzulande oft kritisch gesehen, doch eine Langzeituntersuchung von PwC und der Universität Erlangen-Nürnberg exklusiv für die WirtschaftsWoche zeigt, dass Finanzinvestoren in vielen Fällen das Wachstum der übernommenen Unternehmen beschleunigen. Sie steigerten deren Wert, indem sie neue Kundengruppen oder Märkte erschließen und so die Umsätze erhöhten. PwC und die Wissenschaftler untersuchten 124 Übernahmen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz in den Jahren von 1995 bis 2010. Dabei verbuchten die Eigentümer zwischen Kauf und späterem Verkauf durchschnittlich eine Wertsteigerung um das 4,15-Fache. Der berüchtigte Schuldenhebel trug nur zu einem Drittel zu diesem Wertanstieg bei. Ebenso stark fiel das Plus beim operativen Gewinn ins Gewicht, das die Finanzinvestoren vor allem durch das Angebot neuer Produkte und die Eroberung neuer Märkte erreichten.

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