Jahresergebnis 2013: Bei Beiersdorf läuft es wie geschmiert

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Jahresergebnis 2013: Bei Beiersdorf läuft es wie geschmiert

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Für das abgelaufene Geschäftsjahr kann der Beiersdorf-Konzern gute Ergebnisse vorlegen. Auch bei der Kundenbeliebtheit feierte 2013 kein anderer Markenhersteller derartigen Erfolg

von Mario Brück

Rückbesinnung auf den Markenkern und der Einzug in die Aldi-Regale treiben die blau-weiße Traditionsmarke Nivea an.

Es war ein Jahr, in dem es beim Hamburger Nivea-Hersteller Beiersdorf fast nur bergauf ging. Der einzige Dax-Konzern der Hansestadt mit seinen rund 16.000 Mitarbeitern konnte nicht nur die Umsätze im letzten Jahr steigern (aus 6,14 Milliarden Euro Umsatz kamen 814 Millionen Euro Gewinn), sondern legte mit einem bereinigten Jahresüberschuss von 537 Millionen Euro gegenüber 2012 nochmal um 57 Millionen Euro zu. Ein Drittel davon wird als Dividende ausgeschüttet. Der Aktienkurs ist binnen zwei Jahren um 50 Prozent gestiegen. Neue Produkte, die die Beiersdorf-Tüftler auf den Markt warfen, schlugen ein und überzeugten die Konsumenten. Damit konnte die blau-weiße Traditionsmarke ihren Best-Brand-Titel als beste Produktmarke eindrucksvoll verteidigen.

Beiersdorf und Nivea haben im vergangenen Jahr zu ihrer früheren Stärke zurückgefunden. Dank neuer Produkte habe das Unternehmen seine Marktposition weltweit ausbauen können und sei schneller gewachsen als die Konkurrenz, sagt Vorstandschef Stefan Heidenreich. Seit er vor gut anderthalb Jahren das Ruder übernommen hat, findet der börsennotierte Familienkonzern – die Aktienmehrheit hält die Tchibo-Dynastie um Michael Herz – wieder zu seiner alten Stärke zurück. „Unsere Produkte sind bei den Handelspartnern und den Verbrauchern wieder begehrt. Wir sind jetzt wieder dort angekommen, wo wir vor zehn Jahren standen.“

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Marktanteile ausgebaut

Heidenreichs Lobeshymnen werden von den jüngsten Ergebnissen der „Produkt des Jahres“-Umfrage der Fachzeitschrift „Lebensmittel Praxis“ untermauert. Jahr für Jahr wird eine repräsentative Verbrauchergruppe nach ihren Erfahrungen mit neuen Produkten befragt. Anschließend konnten die Befragten die Novitäten mit Gold, Silber und Bronze bewerten.

Gleich dreimal räumte Nivea dabei die Goldmedaille ab: mit der Cremedusche Supreme Touch bei den Bad- und Duschpflegen, mit Cellular Anti-Age bei der Gesichtspflege und mit In-Dusch Body Lotion bei den Körperpflegeprodukten. Hinzu kamen zweimal Silber und ein Bronze-Rang. Kein anderer Markenhersteller war in 2013 derart erfolgreich.

Best Brands Nivea ist die beste Produktmarke

Beiersdorf hat das Ruder bei seiner blau-weißen Markenikone Nivea rechtzeitig herumgerissen und steht wieder glänzend da. Beim Best Brands Award erhält sie die Auszeichnung für die beste Produktmarke.

Ralph Gusko, im Vorstand zuständig für die Marke Nivea: "Nun ist durch Bildsprache, Farbwelt und einheitliche Machart stets sofort erkennbar: Das ist Nivea.“ Quelle: dpa

„Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Marke ihren Marktanteil in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld spürbar ausbauen“, sagt Oliver Hupp, Division Manager beim Nürnberger Konsumforscher GfK. „Die Impulse zu diesem Wachstum kommen vor allem aus der erfolgreichen Markteinführung von In-Dusch, das auch das Interesse jüngerer Käufergruppen zu wecken versteht.“

Die Idee dahinter: Aus zwei Pflegeschritten einen machen. „In-Dusch wird noch in der Dusche, nach dem Reinigen mit einem normalen Duschgel auf die nasse Haut aufgetragen“, erklärt Nivea-Manager Iain Holding. Anschließend könne In-Dusch ganz normal wieder abgeduscht werden. Die Innovation des Produktes liegt darin, dass es anders als pflegende Duschgele eine wirkliche Bodylotion ist. „Man kann sich sofort nach Gebrauch wieder anziehen. Das Produkt hinterlässt keinerlei klebriges Hautgefühl, und die Haut ist dennoch weich und gepflegt – ganz ohne Wartezeit“, sagt Holding. Laut seiner Aussage war In-Dusch die erfolgreichste Produkteinführung im Körperpflegemarkt seit sechs Jahren.

Darüber hinaus konnte Nivea, so GfK-Experte Hupp, auch mit Sonnen- und Haarpflegeprodukten gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum erzielen. „Aber auch die Listung bei Aldi ermöglichte den Zugang zu neuen Käufern.“
Die Listung bei Aldi: Was GfK-Marktforscher Hupp so nüchtern formuliert, hatte in der Branche für mächtig Furore gesorgt. Ende Mai hatten sowohl Aldi Süd in Mülheim als auch die Nord-Fraktion in Essen rund ein Dutzend Nivea-Produkte in die Regale geräumt: von der klassischen Nivea-Creme in der blauen Alu-Dose über Nivea Soft, Deo in mehreren Varianten bis zu Bodylotion und Duschgel.

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