Jan Secher: Ferrostaal-Chef verlässt das Unternehmen

Jan Secher: Ferrostaal-Chef verlässt das Unternehmen

, aktualisiert 06. Dezember 2011, 11:26 Uhr
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Jan Secher verlässt die Ferrostaal AG.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem Verkauf von Ferrostaal an den Investor MPC verlässt Vorstandschef Jan Secher den Anlagenbauer. Noch ist unklar, wer seine Nachfolge antreten wird.

EssenFerrostaal-Chef Jan Secher verlässt das Unternehmen nach dem geplanten Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft MPC. Das teilte der Anlagenbau-Konzern am Dienstag in Essen nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

Secher gehe auf eigenen Wunsch und werde bis zum Vollzug des Verkaufs an MPC im ersten Quartal 2012 an Bord bleiben, sagte eine Sprecherin. Der 54-Jährige hatte den Spitzenposten des von einem Korruptionsskandal erschütterten Unternehmens im Juni 2010 übernommen. Zur Nachfolge gab es zunächst keine Angaben.

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Secher hatte die Affäre aufwendig aufklären lassen und ein Anti-Korruptionsprogramm angestoßen. Seine Maßnahmen trügen dazu bei, dass Ferrostaal unter neuer Eigentümerschaft eine tragfähige Basis für die Zukunft habe, erklärte der Aufsichtsrat. Neues weiteres Vorstandsmitglied bei Ferrostaal wird der ehemalige Babcock- und Lurgi-Vorstand Kay Hanns Ewaldsen (57), teilte Ferrostaal mit.

Der Münchner MAN-Konzern hatte Ferrostaal 2007 mehrheitlich an den arabischen Staatsfonds IPIC verkauft. Nach Bekanntwerden der Korruptionsvorwürfe war ein langwieriger Streit zwischen den Eigentümern ausgebrochen.

Ende November hatten MAN und IPIC endlich eine Lösung präsentiert: MAN kauft seinen an IPIC veräußerten Anteil von 70 Prozent für 350 Millionen Euro zurück und reicht dann das gesamte Unternehmen für bis zu 160 Millionen Euro an die Beteiligungsgesellschaft MPC weiter.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Ferrostaal-Vorstand und einem früheren Prokuristen des Essener Unternehmens vor, in Griechenland und Portugal Bestechungsgelder gezahlt zu haben, um den Verkauf von U-Booten in den Ländern anzuschieben. Das Unternehmen, das aktuell rund 4300 Mitarbeiter beschäftigt und 2010 rund 1,8 Milliarden Euro umsetzte, hatte unter der Affäre stark gelitten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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