Japanischer Pharmariese: Takeda stutzt seine Jahresziele

Japanischer Pharmariese: Takeda stutzt seine Jahresziele

, aktualisiert 04. November 2011, 14:56 Uhr
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Takeda-Präsident Yasuchika Hasegawa musste die Gewinnpläne seines Unternehmens korrigieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Analysten und Arzneimittelhersteller hatten dem japanischen Pharmakonzern Takeda einen hohen Milliarden-Überschuss zugetraut. Doch jetzt korrigiert das Unternehmen sein Gewinnziel - um ganze 30 Prozent.

TokioDer teure Yen und Kosten für die Übernahme des Schweizer Rivalen Nycomed durchkreuzen die Gewinnpläne von Japans größtem Arzneimittelhersteller Takeda. Der Konzern strich am Freitag sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr um mehr als 30 Prozent zusammen. Nunmehr erwartet Takeda für das Geschäftsjahr bis Ende März 2012 lediglich einen operativen Gewinn von 270 Milliarden Yen (umgerechnet 2,5 Milliarden Euro).

Bislang hatte das Management 390 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Analysten hatten dem Arzneimittelhersteller zuletzt im Schnitt einen Jahresgewinn von 388 Milliarden Yen zugetraut. Takeda erzielt rund die Hälfte seines Geschäfts im Ausland. Dabei macht Takeda derzeit wie auch anderen japanischen Unternehmen der schwache Dollar schwer zu schaffen. Dazu drücken Kosten im Zusammenhang mit der im Mai angekündigten 9,6 Milliarden Euro teuren Übernahme von Nycomed auf den Gewinn.

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Takeda erwartet für das Geschäftsjahr jetzt nur noch einen Überschuss von 170 Milliarden Yen - das sind 32 Prozent weniger als das Management bisher in Aussicht gestellt hatte. In seinem Ende September abgelaufenen zweiten Quartal brach der operative Gewinn um 17 Prozent auf 94,9 Milliarden Yen ein. Neben Währungseffekten drückten auch schwächere Geschäfte mit dem Top-Medikament Actos zur Behandlung von Diabetes auf das Ergebnis.

Im gesamten ersten Halbjahr des Geschäftsjahres gingen die Umsätze mit dem Präparat um fast 13 Prozent zurück. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Takeda im Juli aufgefordert, die Arznei mit dem scharfen Warnhinweis zu versehen, dass bei einer Behandlung mit Actos möglicherweise ein Risiko für Blasenkrebs besteht. In Deutschland hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Juni empfohlen, die Zulassung bis zur Klärung zeitweise ruhen zu lassen.

Auch in den USA hatte die Gesundheitsbehörde auf ein mögliches Krebsrisiko aufmerksam gemacht. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2011 wurden mit Actos weltweit immerhin umgerechnet 3,6 Milliarden Euro umgesetzt. Auf dem Heimatmarkt Japan konnte Takeda dagegen mit einigen neueren Präparaten im zweiten Quartal punkten. So zogen dort die Umsätze mit dem Diabetes-Mittel Nesina und dem Krebspräparat Vectibex an.

Quelle:  Handelsblatt Online
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