Jenoptik: Rüstungsboom beschert viele Aufträge

Jenoptik: Rüstungsboom beschert viele Aufträge

, aktualisiert 11. Mai 2017, 16:11 Uhr
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Der Konzern ist in unterschiedliche Bereiche aktiv, darunter der Optik-Ausrüstung der Halbleiter- und Kommunikationsbranche, der Verkehrsüberwachung und Messtechnik sowie der Verteidigungssparte.

Quelle:Handelsblatt Online

Jenoptik verzeichnet insbesondere durch den Rüstungsboom hohe Einnahmen. Umsatz und Gewinn liegen auf Rekordniveau. Der neue Chef Stefan Traeger geht gestärkt in sein Amt und sieht den Konzern für die Zukunft gerüstet.

BerlinDer neue Jenoptik-Chef Stefan Traeger hat seinen Posten mit Rückenwind angetreten. Der Technologiekonzern meldete am Donnerstag ein erstes Quartal auf Rekordniveau bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz verbesserte sich um gut 3 Prozent auf knapp 164 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 13 Prozent auf elf Millionen Euro. Dies bestätige den positiven Trend der vergangenen Jahre und auch die Ziele für 2017, sagte Traeger, der das Unternehmen erst seit Anfang Mai führt.

Besonders positiv sei, dass fast 40 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum verbucht wurden. „Ich will Jenoptik auf das nächste Niveau heben“, kündigte er an. Vorgänger Michael Mertin hatte den Konzern zunächst saniert und entschuldet und dann die Profitabilität deutlich gesteigert. Er hatte Jenoptik auf eigenen Wunsch verlassen.

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Zufrieden zeigte sich Traeger mit dem Geschäft in allen drei Sparten des Konzerns: Der Optik-Ausrüstung der Halbleiter- und Kommunikationsbranche, der Verkehrsüberwachung und Messtechnik sowie der Verteidigungssparte. Hier fiel das Auftragsplus mit über 80 Prozent besonders stark aus. Traeger sagte, Jenoptik profitiere hier von der weltweiten politischen Großwetterlage. „Es gibt großes Interesse an mehr Sicherheit.“

Jenoptik will im Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 720 bis 740 Millionen Euro und ein Ebit zwischen 68 und 74 Millionen Euro erreichen. Das Wachstum soll vor allem aus Asien und Amerika kommen. Traeger kündigte an, die Internationalisierung voranzureiben.

Traeger war vom Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Tecan gekommen und hatte zeitweise auch in den USA gelebt. Geboren und aufgewachsen ist er allerdings in Jena und hat dort in der Optik-Branche auch seine Industrie-Laufbahn begonnen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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