Jenoptik: Vorstandschef tritt mit Rendite-Rekord ab

Jenoptik: Vorstandschef tritt mit Rendite-Rekord ab

, aktualisiert 07. Februar 2017, 16:32 Uhr
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Jenoptik verdankt dem Vorstandschef viel: Für 2018 werden nun rund 800 Millionen Euro Umsatz sowie eine Umsatzrendite von zehn Prozent erwartet.

Quelle:Handelsblatt Online

Der scheidende Vorstandschef Michael Mertin hinterlässt den Technologiekonzern profitabel: Jenoptik meldet eine Rekord-Marge und kann optimistisch in die Zukunft blicken.

BerlinDer Technologiekonzern Jenoptik hat dank eines Schlussspurts 2016 die höchste Umsatzrendite in seiner Geschichte verzeichnet. Der Betriebsgewinn kletterte nach vorläufigen Zahlen um zwölf Prozent auf 68 Millionen Euro, wie Jenoptik am Dienstag in Jena mitteilte. Er überstieg damit sowohl die Unternehmensprognose als auch Schätzungen von Analysten. Der Gewinn betrug damit rund zehn Prozent des Umsatzes, was eine Rekord-Marge bedeutet.

Jenoptik will diese Profitabilität nun auch in den nächsten Jahren erreichen. Da der Auftragseingang 2016 ebenfalls um rund 15 Prozent stieg, zeigte sich Vorstandschef Michael Mertin auch optimistisch für 2017. Er hatte das damals angeschlagene Unternehmen vor rund zehn Jahren übernommen und es nicht nur weitgehend entschuldet, sondern auch deutlich profitabler gemacht. Mertin verlässt den Konzern in diesem Jahr.

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Die im TecDax notierte Jenoptik-Aktie stieg nach den Zahlen auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der Börsenwert des Unternehmens liegt damit über einer Milliarde Euro.

2017 will Jenoptik nun sowohl Umsatz als auch Betriebsgewinn (Ebit) steigern. Details nannte Jenoptik zunächst nicht. Mertin sagte aber, man sei "deutlich optimistisch" und der Januar sei sehr gut gelaufen. "Wir werden ein sehr schönes erstes Quartal haben", sagte er voraus. Für das Mittelfristziel 2018 werden inklusive kleinerer Übernahmen rund 800 Millionen Euro Umsatz sowie die Umsatzrendite von zehn Prozent angepeilt. Dafür wird dann Mertins Nachfolger Stefan Traeger verantwortlich sein, der von der Schweizer Medizintechnik-Firma Tecan kommt.

Das Unternehmen mit jetzt gut 3000 Mitarbeitern hatte sich in den vergangenen Jahren von zahlreichen kleineren Beteiligungen getrennt und sich im Kern auf drei Geschäftsfelder konzentriert. Besonders profitabel sind optische Instrumente für die Halbleiterindustrie. Zuwächse verzeichnet Jenoptik zudem seit Jahren in der Messtechnik. Zum einen werden Geräte für die Entwicklung von Motoren produziert, zum anderen Blitzgeräte für die Verkehrsüberwachung. Deutlich besser lief auch das dritte Geschäftsfeld Verteidigung, das auch von gestiegenen Militärausgaben profitiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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