Jobabbau bei Siemens: Welche deutschen Standorte betroffen sind

ThemaSiemens

Jobabbau bei Siemens: Welche deutschen Standorte betroffen sind

In Deutschland fallen 5000 Stellen an Siemens-Standorten weg, darunter auch Leipzig, Mülheim, Erlangen und Offenbach. Im Energiegeschäft will der Konzern künftig viele Aktivitäten nach Asien verlagern.

Joe Kaeser schafft endlich Klarheit für die 370.000 Siemens-Angestellten: 15.000 Stellen werden gestrichen - 5000 davon in Deutschland. Aktuell gibt es in Deutschland 130.000 Siemensianer in 60 unterschiedlichen Sparten. Vom Jobabbau betroffen ist vor allem die deutsche Industriesparte - dort fallen 2000 Jobs weg, weitere 1400 im Bereich Energie sowie nochmals 1400 in der Sparte Infrastruktur und Städte. 200 Arbeitsplätze in der Verwaltung werden bis Ende September 2014 ebenfalls gestrichen.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es allerdings nicht geben, der ehemalige Konzernlenker Peter Löscher hatte den Arbeitnehmervertretern eine Standortgarantie gegeben. Siemens betonte außerdem, die Stellenstreichung in einem Bereich bedeute nicht zwangsläufig Jobverlust. Man werde versuchen, Mitarbeiter in anderen Bereichen unterzubringen. Außerdem sollen Angebote für Altersteilzeit unterbreitet werden. Rund die Hälfte der Streichungen sei, so Siemens, bereits im heute zu Ende gehenden Geschäftsjahr, vorgenommen worden.

Anzeige

Wie der Bayerische Rundfunkt (BR) berichtet, sind die Pläne für den zukünftigen Stellenabbau - anders als von Siemens dargestellt - noch nicht mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt. Ein Vertreter der IG-Metall sagte zum BR, er sei "maßlos enttäuscht und verärgert". Die Gewerkschaft habe vorab keine Informationen über den Stellenabbau bekommen.

Leipzig, Mülheim, Erlangen und Offenbach

Schon seit April bekannt ist, dass von den Streichungen im Energie-Sektor unter anderem der Standort Mülheim an der Ruhr betroffen ist, wo Siemens Gasturbinen fertigt. Im Energiegeschäft will der Konzern viele Aktivitäten nach Asien verlagern. Betroffen sind außerdem die Siemens-Standorte Leipzig, wo mehr als 300 Arbeitsplätze in der Schaltkästenproduktion wegfallen, sowie Erlangen und Offenbach. Im Bereich Infrastructure & Cities liegt die Marge deutlich unter Konzernniveau. „Was die Marge angeht, ist der Sektor ein Rohrkrepierer“, sagte ein Aufsichtsrat gegenüber der WirtschaftsWoche im Frühjahr dieses Jahres. Schwer getroffen hat die Sparte unter anderem auch die verspätete Auslieferung von 16 ICE-Zügen für die Deutsche Bahn. Aufatmen können die 700 Siemens-Mitarbeiter in Bremen, sie sind nicht vom Stellenabbau betroffen.

Dass es nun doch 15.000 Stellen sind, die dem Sparprogram zum Opfer fallen und nicht 10.000 wie bisher von Arbeitnehmervertretern vermutet und kommuniziert, schreckt die Belegschaft natürlich auf. Froh ist man allerdings darüber, dass endlich klar, ist wie viele Stellen fallen und in welchen Bereichen. "Alle sind froh, dass das Rumgeeier jetzt vorbei ist", zitiert das Handelsblatt einen Siemensianer. Der Veröffentlichung der konkreten Zahlen war ein monatelanges Hin und Her vorausgegangen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%