Jobabbau: Betriebsrat attackiert Siemens-Führung

Jobabbau: Betriebsrat attackiert Siemens-Führung

, aktualisiert 08. November 2017, 14:19 Uhr
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Siemens will in der Kraftwerkssparte sowie im Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe wohl mehrere tausend Jobs streichen

Quelle:Handelsblatt Online

Der geplante Jobabbau bei Siemens sorgt für immer mehr Spannungen. Der Betriebsrat kritisiert nun Konzernchef Kaeser und Personalchefin Kugel harsch. Ihre Kommunikation sei „ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter“.

MünchenDer Konflikt um die geplanten Einschnitte in zwei Sparten des Elektrokonzerns Siemens verschärft sich zusehends. In einem offenen Brief an Siemens-Chef Joe Kaeser und Personalchefin Janina Kugel warfen Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn und IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner der Konzernführung eine indirekte Kommunikation über die Medien vor. Das sei „unwürdig und beschämend“ und ein „Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter und der Mitbestimmungskultur“. Das geht aus dem Beschäftigten-Forum „Siemens Dialog“ der IG Metall hervor.

So sei der 16. November als Termin für die entscheidende Sitzung des Wirtschaftsausschusses dem Gesamtbetriebsrat erst mitgeteilt worden, nachdem er bereits in den Medien verbreitet gewesen sei, hieß es in dem Internet-Forum. In dem Ausschuss wird die Konzernführung die Arbeitnehmervertreter über die Details der Pläne informieren. Danach sollen sie auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Siemens will in der Kraftwerkssparte sowie im Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe wohl mehrere tausend Jobs streichen, über bis zu 4000 gefährdete Stellen wird spekuliert. Die IG Metall hatte Widerstand gegen die Pläne angekündigt und plant zur Bilanz-Pressekonferenz an diesem Donnerstag (9. November) auch eine Protestaktion vor der Konzernzentrale in München.

Steinborn und Kerner appellierten an die Siemens-Führung, Alternativen für die beiden Sparten sowie für die deutschen Standorte zu erarbeiten: „Unsere Belegschaften müssen beteiligungsorientiert und fair einbezogen werden“, hieß es. Die Energieerzeugung bleibe ein global wachsender Markt, für den neue Geschäftsmodelle und Produkte entwickelt werden müssten, um Beschäftigung und Know-how in Deutschland zu sichern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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