Kinder-Spielzeug: Playmobil will Geschäft mit Filmfiguren ausbauen

Kinder-Spielzeug: Playmobil will Geschäft mit Filmfiguren ausbauen

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Spielzeugfiguren von Playmobil aus dem Jahr 2014.

Der Playmobil-Produzent Brandstätter will künftig stärker mit Spielfiguren zu Kinofilmen wachsen. So sollen die Figuren aus „Ghostbusters“ als Playmobilfiguren Einzug in die Kinderzimmer halten.

Der Playmobil-Hersteller Brandstätter will künftig vor allem mit Spielfiguren aus beliebten Kino-Kinderfilmen wachsen. So sollen Filmcharaktere aus der Filmserie „Drachenzähmen leicht gemacht“ und die Science-Fiction-Komödie „Ghostbusters“ als Playmobilfiguren Einzug in die Kinderzimmer halten - und für einen Umsatzschub sorgen, wie ein Firmensprecher zum Auftakt der Spielwarenmesse in Nürnberg am Dienstag erläuterte.

Das Unternehmen folge mit dem Ausbau seines Lizenzgeschäfts einem Trend, den bereits vor Jahren Lego und andere große Spielwarenhersteller eingeschlagen haben. Vielen Kindern sei wichtig, die in Filmen und TV-Serien gezeigten Abenteuer nachzuspielen.

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Im Jahr 2016 Jahr hatte Playmobil kräftig zugelegt. Der Umsatz des Spielwareherstellers stieg um zehn Prozent auf 611 Millionen Euro. 60 Millionen erwirtschaftete das Playmobil- Schwesterunternehmen Lechuza, das mit Pflanzgefäßen Geld verdient. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht. „Wir blicken aber auf ein erfreuliches Ergebnis“, sagte der Firmensprecher.

Die Geschichte von Playmobil

  • 1970

    Beck, ein Möbeltischler, den Horst Brandstätter ins Unternehmen seines Onkels geholt hat, beginnt mit der Entwicklung eines System-Spielzeugs.

  • 1972

    Geobra Brandstätter meldet das Patent für die 7,5 Zentimeter große Playmobil-Figur an.

  • 1974

    Geobra Brandstätter präsentiert die Figur auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Die Resonanz ist verhalten.

  • 1976

    Erste weibliche Playmobil-Figuren erscheinen.

  • 1982

    Die Figuren erhalten erstmals bewegliche, hautfarbene Hände. Zuvor waren diese fixiert und hatten die gleiche Farbe wie der Rest des Torsos.

  • 1987

    Ende der Achtziger werden die Figuren personalisiert: Sie erhalten neue Körperformen und Kleidungsstücke wie Schuhe, Westen und Röcke. Von nun an sind die Figuren wandelbar.

  • 1994

    Das Landgericht Nürnberg-Fürth stellt fest, dass Playmobil-Figuren als Werke der angewandten Kunst urheberrechtlich geschützt sind.

  • 2000

    In Zirndorf wird ein eigener Playmobil-Freizeitpark eröffnet.

  • 2004

    Die Playmobil-Figuren werden 30.

  • 2010

    Erstmals tragen Figuren Badekleidung.

  • 2012

    In den Geschäften findet sich zum ersten Mal eine schwangere Playmobil-Frau.

  • 2015

    Am 3. Juni erlag der Alleininhaber Horst Brandstätter einem Krebsleiden. Er wurde 81 Jahre alt.

  • 2016

    2,9 Milliarden Playmobil-Figuren bevölkern aktuell mehr als 100 Länder.

Für 2017 setzt das Unternehmen auf weiteres Wachstum. Derzeit sehe die Firmengruppe vor allem im Ausland noch erhebliches Potenzial, das ausgeschöpft werden solle. Der Spielwarenhersteller mit derzeit weltweit 4283 Mitarbeitern war nach dem Tod von Firmengründer Horst Brandstätter im Jahr 2015 in ein Stiftungsmodell überführt worden. Nach einer Führungskrise wird das Unternehmen seit Dezember 2016 von Steffen Höpfner geleitet.

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