Klage gegen VW: Gericht macht Deutsche See wenig Hoffnung

Klage gegen VW: Gericht macht Deutsche See wenig Hoffnung

, aktualisiert 14. Juli 2017, 16:59 Uhr
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Das Unternehmen aus Bremerhaven verlangt 11,9 Millionen Euro Schadensersatz vom Autobauer.

Quelle:Handelsblatt Online

Das Landgericht Braunschweig sieht kaum Erfolgschancen für das Fisch-Handelsunternehmen Deutsche See bei seiner Klage gegen Volkswagen. Das Gericht erkenne keine arglistige Täuschung. Beide Seiten sollen sich einigen.

HamburgDas Landgericht Braunschweig gibt dem Fisch-Handelsunternehmen Deutsche See bei seiner Klage gegen Volkswagen wegen des Dieselskandals nur geringe Erfolgschancen. Richter Pedro Serra de Oliveira habe nach einer ersten rechtlichen Würdigung erklärt, dass er keinen Anfechtungsgrund sehe, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Die Kammer sehe keinen Anhaltspunkt dafür, dass Volkswagen seinen Großkunden arglistig getäuscht habe. Der Richter habe deshalb an beide Seiten appelliert, sich zu einigen. Am 27. Oktober will das Gericht eine Entscheidung verkünden.

Während sich Volkswagen in seiner Rechtsauffassung bestätigt sah, zeigte sich die Deutsche See dennoch zuversichtlich. „Wir sind sehr glücklich und zufrieden, dass es uns gelungen ist, unsere Position prägnant und überzeugend darzustellen“, erklärte Egbert Miebach, Geschäftsführender Gesellschafter von Deutsche See. „Uns war von Anfang an klar, dass es ein David-gegen-Goliath-Prozess wird und trotzdem sind wir unseren definierten Zielen ein großes Stück nähergekommen.“

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Das Unternehmen aus Bremerhaven verlangt 11,9 Millionen Euro Schadensersatz, weil es sich von Volkswagen getäuscht sieht. Die Firma hatte bei Einreichung der Klage im Februar erklärt, man habe die gesamte Flotte von knapp 500 Fahrzeugen auf VW-Fahrzeuge umgestellt, um sie umweltfreundlicher zu machen. Volkswagen habe über die Schummelsoftware in Dieselfahrzeugen nicht aufgeklärt und damit gegen den Geist der gemeinsamen Vereinbarung verstoßen. Die Deutsche See ist nach eigenen Angaben Marktführer für Fisch und Meeresfrüchte in Deutschland und beliefert 35.000 Kunden. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit 1700 Mitarbeiter.

Quelle:  Handelsblatt Online
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