Klöckner & Co: Stahlhändler KlöCo streicht Management zusammen

Klöckner & Co: Stahlhändler KlöCo streicht Management zusammen

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Der Stahlhändler Klöckner & Co will sein Europa-Geschäft stärker von der Zentrale in Duisburg steuern.

Klöckner & Co will sein Europageschäft straffen. Das werde "noch mal spürbar sein", heißt es aus der Chefetage. Der Konzern will unter anderem mit weiteren Stellenstreichungen in Europa 20 Millionen Euro sparen.

Der von der Branchenkrise getroffene Stahlhändler Klöckner & Co setzt nach der Schließung zahlreicher Standorte nun im Management den Rotstift an. "Die übliche Struktur, dass jede Landesgesellschaft einen CEO und CFO hat, von der wollen wir uns verabschieden", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl. Genaue Zahlen nannte er nicht. "Es wird noch mal spürbar sein. Wir reden nicht von zehn oder 20 Mitarbeitern." Es könnten über 100 sein. Die Stahlbranche mit Schwergewichten wie Thyssenkrupp und Salzgitter dreht wegen der schwächelnden Geschäfte zur Zeit jeden Stein um.

Kommentar zu Klöckner & Co Wettlauf mit der Zeit

Der Stahlhändler Klöckner und Co schreibt einen Rekordverlust. Konzernchef Gisbert Rühl ist dabei, das Unternehmen ins digitale Zeitalter zu überführen. Doch er sollte sich beeilen. Ein Kommentar.

Die Kundschaft muss sich erst noch an die neuen Möglichkeiten gewöhnen. Quelle: Reuters

KlöCo wolle auch den Einkauf zentralisieren, kündigte Rühl an. Weitere Maßnahmen würden geprüft und alle bis Ende des Jahres umgesetzt. Insgesamt wolle KlöCo rund 20 Millionen Euro einsparen. Weitere Standortschließungen seien nicht geplant. Wo es sie gab, etwa in Frankreich, würden nun weniger Mitarbeiter benötigt. KlöCo hatte zuletzt 16 von über 200 Standorten geschlossen und mehr als 600 der über 9000 Stellen gestrichen. Ähnliche Programme hatte es schon zuvor gegeben. Die Stahlbranche kämpft seit Jahren mit Überkapazitäten, Billigimporten aus China und immer schärferen Klimaschutzauflagen.

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Nach einem Rekordverlust 2015 von 347 Millionen Euro konnte das Unternehmen dank seines Sparkurses im ersten Quartal 2016 wieder mehr verdienen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um sechs Millionen auf 16 Millionen Euro. Unter dem Strich fuhr KlöCo allerdings noch einen Verlust von 14 Millionen Euro ein nach einem Fehlbetrag von 21 Millionen vor Jahresfrist. Im zweiten Quartal will der Konzern wie auch im Gesamtjahr insgesamt schwarze Zahlen schreiben. KlöCo profitiere davon, dass die Preise wieder etwas angezogen seien, sagte Rühl. Zudem mache es sich bezahlt, dass sich der Konzern verstärkt auf höherwertige Produkte konzentriere, bei denen er den Kunden bereits einen Teil der Bearbeitung abnehme.

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