Klöckner & Co: Stahlkonzern lässt Luft aus der Bilanz

Klöckner & Co: Stahlkonzern lässt Luft aus der Bilanz

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Die harten Sparanstrengungen der vergangenen Jahre machen sich beim Stahlhandelskonzern Klöckner & Co (KlöCo) noch immer bemerkbar. Weitere Probleme folgten.

Der Stahlhändler Klöckner & Co hat mit der Ankündigung eines hohen Jahresverlusts seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Die Bilanz muss um 270 Millionen Euro bereinigt werden, weil das US-Geschäft kriselt.

Das Duisburger Unternehmen hatte am Vortag eingeräumt, 2015 einen Verlust von 350 bis 380 Millionen Euro zu erwarten. Grund seien hohe Wertberichtigungen auf das kriselnde US-Geschäft sowie Restrukturierungskosten in Europa. Das Marktumfeld für Stahl- und Metallprodukte in den USA habe sich schlechter als allgemein erwartet entwickelt. Die Wertberichtigungen seien eine "klar negative Überraschung", schrieben die Analysten der DZ Bank, und ein Indiz dafür, dass die Lage bei KlöCo weiter schwierig bleiben werde.

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Der Konzern kämpft mit Preisdruck, weltweiten Stahl-Überkapazitäten und einer schwachen Nachfrage. Konzernchef Gisbert Rühl hatte deshalb die Anleger bereits auf magere Ergebnisse im laufenden Jahr eingestimmt, Besserung sei erst 2016 in Sicht. "Stahl aus China drückt auf die Weltmärkte und damit auf die Preise in Nordamerika und Europa", hatte er geklagt. In den ersten neun Monaten 2015 hatte der Konzern einen Verlust von 85 Millionen Euro ausgewiesen, im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 26 Millionen Euro in den Büchern.

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Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet KlöCo für 2015 aber nach wie vor bis zu 85 (Vorjahr: 191) Millionen Euro. Im nächsten Jahr werde es dann zu einem deutlichen Anstieg des Ebitda kommen. Zudem will sich KlöCo unter dem Strich aus der Verlustzone herauskämpfen - dabei soll auch ein Sparprogramm helfen. Rühl hatte angekündigt, 17 der 220 Standorte zu schließen und rund 600 der 9700 Jobs zu streichen.

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