KMW und Nexter: Fusion der Panzerbauer droht zu platzen

KMW und Nexter: Fusion der Panzerbauer droht zu platzen

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Leopard-2-Kampfpanzer von KMW.

Der Zusammenschluss der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann und Nexter droht doch noch zu scheitern. Schuld ist die französische Regierung, die den Nexter-Chef ersetzen will. Deutsche Branchenkreise bleiben aber gelassen.

Die geplante deutsch-französische Fusion der beiden Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Nexter könnte auf der Zielgeraden doch noch zu platzen. Nach einem Bericht der französischen Zeitung „Les Echos“ ist KMW-Chef Frank Haun offenbar gegen den Plan der französischen Regierung, den bisherigen Nexter-Chef Philippe Burtin durch Stephane Mayer zu ersetzen.

Haun und Burtin hatten den Deal festgezurrt und wollten den fusionierten Rüstungsriesen gemeinsam führen, bis der Vertrag des Franzosen Ende 2016 ausläuft. Haun habe nun damit gedroht, seine Unterschrift zu verweigern, weil er nicht einverstanden damit sei, dass ihm ein potenzieller Rivale zur Seite gestellt werden solle, den er nicht kenne. KMW und Nexter waren zunächst nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

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In deutschen Branchenkreisen wird die Drohung jedoch nicht sonderlich ernst genommen. Zwar sind auch hier Beobachter überrascht über den plötzlichen Chefwechsel, bei dem offenbar noch nicht mal alle Vertragsdetails ausverhandelt sind, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ meldet. Doch am Ende glaubt keiner daran, dass die deutsche Seite den Deals scheitern lässt. „Das kann ich mir so spät im Spiel nicht vorstellen“, sagt Heinz Schulte, in der Rüstungsbranche bestens verdrahteter Chef des Informationsdienstes Griephan. Zumal Haun mit einem Nexter-Chef Mayer von seinem Naturell eigentlich besser klar kommen könnte als Vorgänger Burtin. „Beide sind Ingenieure und Manager ohne Beamtendenke“, heißt es in Paris.

Die beiden Unternehmen bauen unter anderem schwere Kampfpanzer wie den „Leopard“ für die Bundeswehr. Sie sollen unter dem Dach einer gemeinsamen Holding zusammengefasst werden. Durch die Fusion würde eine Rüstungsschmiede mit fast zwei Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 6000 Mitarbeitern entstehen.

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