KMW und Nexter: Rüstungsfusion kurz vor Abschluss

KMW und Nexter: Rüstungsfusion kurz vor Abschluss

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Ein Kampfpanzer Leopard 2 A7+ der Firma KMW.

Seit Jahren verhandeln der deutsche Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann und sein französischer Konkurrent Nexter über eine Fusion. Nun sollen die Pläne kurz vor dem Abschluss stehen.

Die seit mehr als einem Jahr laufenden Fusionsverhandlungen zwischen dem deutschen Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und seinem französischen Konkurrenten Nexter befinden sich offenbar auf der Zielgeraden. Ein KMW-Sprecher sagte am Montag auf Anfrage, beide Seiten hätten den Zeitraum "Mitte bis Ende Juli" für einen Vertragsabschluss ins Auge gefasst.

Zuvor hatte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums noch erklärt: "Da gibt es keine offizielle Beantragung bei uns." Die Bundesregierung muss einer solchen Transaktion zustimmen.

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Diese Länder bekommen Deutschlands Rüstungsgüter

  • Zwischenbericht über die Rüstungsexporte im ersten Halbjahr 2014

    Die Bundesregierung legt in ihrem Zwischenbericht über die Rüstungsexporte im ersten Halbjahr 2014 Zahlen zu Genehmigungsentscheidungen für Rüstungsgüter vor. Die Daten weisen unter anderem die wichtigsten Abnehmer deutscher Waffen- und Rüstungsgüter aus.

    Diese Liste zeigt die zehn wichtigsten Bestimmungsländer für erteilte Einzelgenehmigungen im ersten Halbjahr 2014.

    Quelle: Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für konventionelle Rüstungsgüter im ersten Halbjahr 2014

  • Platz 10

    Staat: Italien

    Anzahl der Genehmigungen: 210

    Wert im 1. Hj. 2014: 63,285 Millionen Euro

    Art der Güter: Kommunikationsausrüstung, Navigationsausrüstung, Messausrüstung, Prüfausrüstung und Teile für elektronische Ausrüstung, Kommunikationsausrüstung, elektronische Kampfführung, Ortungsausrüstung, Baugruppen, Stromversorgungen (50,4 Prozent);
    Luftbetankungsausrüstung und Teile für Kampfflugzeuge, Flugzeuge, Hubschrauber, unbemannte Luftfahrzeuge, Triebwerke, Bodengeräte, Fallschirme (16,0 Prozent);
    Schiffskörperdurchführungen und Teile für U-Boote, Kampfschiffe, Unterwasserortungsgeräte (9 Prozent);
    Munition für Granatpistolen, Granatmaschinenwaffen und Teile für Haubitzenmunition, Mörsermunition (6,8 Prozent)

  • Platz 9

    Staat: Saudi-Arabien

    Anzahl der Genehmigungen: 73

    Wert im 1. Hj. 2014: 65, 911 Millionen Euro

    Art der Güter: Flugkörper, Abfeuereinrichtungen, Funkzündmaschinen und Teile für Flugkörper, Bodengeräte für Flugkörper, Funkzündmaschinen (40,5 Prozent);
    Ausrüstung für elektronische Kampfführung, Stromversorgungen und Teile für elektronische Ausrüstung, elektronische Kampfführung (39,4 Prozent);
    Lkw und Teile für Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Flugabwehrsysteme, Lkw (7,4 Prozent)

  • Platz 8

    Staat: Algerien

    Anzahl der Genehmigungen: 9

    Wert im 1. Hj. 2014: 71,801 Millionen Euro

    Art der Güter: Fertigungsausrüstung für gepanzerte Fahrzeuge, Radargeräte und Teile für die Fertigungsausrüstung für gepanzerte Fahrzeuge (43,8 Prozent);
    Lkw und Teile für Lkw (38,6 Prozent)

  • Platz 7

    Staat: Kanada

    Anzahl der Genehmigungen: 294

    Wert im 1. Hj. 2014: 74,285 Millionen Euro

    Art der Güter: Ortungsausrüstung und Teile für Ortungsausrüstung, elektronische Ausrüstung (71,9 Prozent);
    Bergepanzer, Geländewagen und Teile für Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Geländewagen, Landfahrzeuge (11,8 Prozent)

  • Platz 6

    Staat: Vereinigtes Königreich

    Anzahl der Genehmigungen: 337

    Wert im 1. Hj. 2014: 96,358 Millionen Euro

    Art der Güter: Elektronische Ausrüstung, Kommunikationsausrüstung, Messausrüstung, Prüfausrüstung, Baugruppen, Bauelemente und Teile für elektronische Ausrüstung, Kommunikationsausrüstung, Ortungsausrüstung, Navigationsausrüstung, Messausrüstung, Prüfausrüstung, Baugruppen (36,6 Prozent);
    Schleudersitze und Teile für Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber, Flugzeuge, Hubschrauber, Triebwerke, Luftbetankungsausrüstung, Bodengeräte (19,0 Prozent);
    Munition für Gewehre, Maschinengewehre und Teile für Geschützmunition, Haubitzenmunition, Kanonenmunition, Mörsermunition, Werfermunition (16,9 Prozent);
    Teile für U-Boote, Kampfschiffe, Schiffe und Unterwasserortungsgeräte (9,4 Prozent)

  • Platz 5

    Staat: Brunei Darussalam

    Anzahl der Genehmigungen: 7

    Wert im 1. Hj. 2014: 97,173 Millionen Euro

    Art der Güter: Patrouillenboot und Teile für Patrouillenboot (97,1 Prozent)

  • Platz 4

    Staat: Republik Korea
    Anzahl der Genehmigungen: 148
    Wert im 1. Hj. 2014: 152,658 Millionen Euro
    Art der Güter: Teile für Panzer, gepanzerte Fahrzeuge und Lkw (70,5 Prozent);
    Schiffskörperdurchführungen und Teile für U-Boote, Fregatten, Minenräumer, U-Boot-Elektromotoren, Unterwasserortungsgeräte, Steuereinrichtungen für Ortungsgeräte (8,7 Prozent);
    Flugkörper und Teile für Raketen, Flugkörper (7,9 Prozent)

  • Platz 3

    Staat: Singapur

    Anzahl der Genehmigungen: 74

    Wert im 1. Hj. 2014: 207,574 Millionen Euro

    Art der Güter: Kampfpanzer, Brückenlegepanzer, Lkw und Teile für Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, amphibische Fahrzeuge, Lkw (97,1 Prozent)

  • Platz 2

    Staat: USA

    Wert im 1. Hj. 2014: 217,580 Millionen Euro

    Anzahl der Genehmigungen: 751

    Art der Güter: Maschinenpistolen, Gewehre, Pistolen, Waffenzielgeräte (44,3 Prozent);
    Munition (19,0 Prozent);
    Schmiedestücke, Gussstücke und unfertige Erzeugnisse (10,9 Prozent);
    Abfeuereinrichtungen, Ausrüstung zum Räumen von Seeminen, Leuchtraketen, Simulatoren, Teile für Flugkörper, Handgranaten, Ausrüstung zum Räumen von Seeminen, Selbstschutzsysteme (5,8 Prozent);
    Triebwerke, Bodengeräte und Teile für Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber, Flugzeuge, Hubschrauber, unbemannte Luftfahrzeuge, Triebwerke, Luftbetankungsausrüstung, Bodengeräte (5,5 Prozent)

  • Platz 1

    Staat: Israel

    Anzahl der Genehmigungen: 125

    Wert im 1. Hj. 2014: 616,780 Millionen Euro

    Art der Güter: U-Boot, Schiffskörperdurchführungen und Teile für U-Boote, Unterwasserortungsgeräte (97,5 Prozent)

Die Ministeriumssprecherin unterstrich zugleich, dass bei solchen Zusammenschlüssen im Rüstungsbereich für die Produkte dieser Zusammenarbeit auch weiterhin die restriktiven deutschen Rüstungsexportregeln gelten würden.

Beim Bekanntwerden waren die Fusionspläne von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Mitte vergangenen Jahres bei den Regierungen in Berlin und Paris auf Wohlwollen gestoßen. Als Ziel hatten die Eigentümer beider Firmen schon damals genannt, bis 2015 eine Grundsatzerklärung für einen Zusammenschluss zu unterzeichnen. Dadurch entstünde ein Wehrtechnikkonzern mit fast zwei Milliarden Euro Jahresumsatz mit über 6000 Mitarbeitern.

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