Konsumgüter: Gut. Besser. Henkel.

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KommentarKonsumgüter: Gut. Besser. Henkel.

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Die Waschmittelsparte des Konsumgüterherstellers Henkel kann im zweiten Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn vorweisen. Strikte Kostendisziplin soll das Unternehmen weiterhin auf erfolgreichem Kurs halten

von Mario Brück

Käpt`n Rorsted stemmt sich im ersten Halbjahr erfolgreich gegen die Eurokrise.

Eurokrise? Konjunkturängste? Schwächelnder Konsum? Davon ist beim Düsseldorfer Waschmittel-, Klebstoff- und Kosmetikkonzern Henkel nichts zu spüren. Unbeeindruckt von allen äußeren Unwägbarkeiten scheint Konzernchef Kasper Rorsted den Düsseldorfer Familientanker mit Marken wie Schwarzkopf, Persil, Pril, Syoss  oder Loctite durch schwieriges Fahrwasser zu bugsieren. Den sturmerprobten Rumpf haben der Däne und sein internationales Managementteam schon während der vergangenen Finanzkrise gezimmert.

Als erstes Dax-Unternehmen legte Henkel schon im Februar 2008, als die damalige Krise noch weit entfernt schien und Henkel gerade ein Rekordergebnis vorlegt hatte, ein Effizienzsteigerungsprogramm namens Global Excellence auf, das auch den Abbau von rund 3000 Mitarbeitern beinhaltete. Mit dem Sparen, Optimieren, Innovieren – aber auch mit der systematischen Förderung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern -, haben die Düsseldorfer seitdem nicht aufgehört. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bildeten vor allem Preiserhöhungen die Basis für die gute Entwicklung. Mit weiterhin strikter Kostendisziplin wolle das Unternehmen Belastungen durch hohe Rohstoffkosten „überkompensieren“. Die Waschmittel- und Klebstoffsparten arbeiten mittlerweile deutlich profitabler als noch vor Jahresfrist.

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Zunehmender Gewinn

Henkel hat dank florierender Geschäfte seiner Klebstoff- und Waschmittelsparten im zweiten Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verbucht. Belastungen wie höhere Rohstoffpreise steckten die Düsseldorfer vor allem durch Preiserhöhungen weg. Gleichzeitig dämmt Henkel nach wie vor rigide seine Kosten ein. Rorsted sieht sich damit auf Kurs zum Erreichen seines schon vor Jahren formulierten Langfristziels: einer bereinigten Umsatzrendite von 14 Prozent. Zudem schraubte er die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie in die Höhe: Es soll nun 2012 statt um mindestens 10 Prozent um rund 15 Prozent zulegen.

Damit ist Henkel nun endgültig aus dem Schatten der bisher als deutlich profitablerer geltenden internationalen Wettbewerber wie Procter & Gamble, Unilever oder Reckitt Benckiser herausgetreten, die allesamt durch Eurokrise und das schwächere Konjunkturumfeld Federn lassen mussten.

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