Konsumgüterkonzern: Henkel-Aktionäre sollen höhere Dividende erhalten

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Konsumgüterkonzern: Henkel-Aktionäre sollen höhere Dividende erhalten

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Henkel verzeichnet den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte

Henkel will seine Aktionäre stärker am Gewinn beteiligen. Sie sollen künftig zwischen 25 Prozent und 35 Prozent des um Sondereinflüsse bereinigten Jahresüberschusses als Dividende erhalten.

Der Konsumgüterkonzern Henkel will seine Aktionäre stärker an seinen steigenden Gewinnen beteiligen. Dazu schrauben die Düsseldorfer die Ausschüttungsquote für die Dividenden in die Höhe. Bereits für das Jahr 2013 können sich die Anteilseigner auf eine höhere Ausschüttung freuen. Der "strategische Handlungsspielraum" des Konzerns werde durch die neue Dividendenpolitik aber nicht beeinflusst, betonte Henkel-Chef Kasper Rorsted, der in der Vergangenheit größere Zukäufe in Aussicht gestellt hatte. Auf schnelle Übernahmen setzt er derzeit aber nicht.

Die Anteilseigner sollen künftig zwischen 25 Prozent und 35 Prozent des um Sondereinflüsse bereinigten Jahresüberschusses als Dividende erhalten, teilte Henkel am Dienstag mit. Das dürfte auch die Nachfahren des Unternehmensgründers Fritz Henkel freuen - die Familie kontrolliert knapp 59 Prozent der Stammaktien. Für das vergangene Jahr 2013 sollen rund 30 Prozent ausgeschüttet werden, kündigte Henkel weiter an. 2012 waren es noch rund 25 Prozent gewesen, damals flossen 0,93 Euro je Stammaktie und 0,95 Euro je Vorzugsaktie. Aktionärsvertreter hatten die Ausschüttungen bei Henkel-Hauptversammlungen immer wieder als zu niedrig kritisiert.

"Unsere deutlich verbesserte Profitabilität und starke finanzielle Position erlauben eine Anhebung der Ausschüttungsquote. Dadurch wird weder unser strategischer Handlungsspielraum beeinflusst, noch ändert sich damit die konservative finanzielle Grundausrichtung von Henkel", unterstrich Konzernchef Rorsted. Die Henkel-Aktien reagierten mit Kursgewinnen auf die Neuigkeiten, die Vorzüge legten um rund 1,7 Prozent auf 85,08 Euro zu.

Bei Zukäufen hat der Manager keine Eile. "Wir haben konkrete Vorstellungen darüber, wo wir uns verstärken wollen", unterstrich der Henkel-Chef erneut gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). Allerdings böten sich derzeit wenig attraktive Gelegenheiten am Markt. "Aber es werden sich in den nächsten Jahren noch interessante Möglichkeiten ergeben", bekräftigte der Däne Aussagen vom Dezember. Die Anhebung der Ausschüttungsquote signalisiert laut Equinet-Analysten, dass Henkel nicht mehr einhundert Prozent seiner Aufmerksamkeit auf Zukäufe lege. Zur konjunkturellen Lage sagte Rorsted, es gebe erste Anzeichen einer Besserung, etwa in Europa und den Vereinigten Staaten. "Dennoch sehe ich für dieses Jahr noch keine grundsätzliche und durchgreifende Veränderung der weltwirtschaftlichen Situation gegenüber dem vergangenen Jahr." In einigen Regionen - etwa in Asien und dem Nahen Osten - gebe es immer noch Unsicherheiten und Risiken.

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Rorsted, der im April 2008 auf den Chefposten vorgerückt war, hatte den Dax-Konzern in den vergangenen Jahren auf Profit getrimmt. 2009 hatte Henkel noch mehr als 51.000 Menschen beschäftigt, Ende September 2013 waren es noch etwa 46.800 Personen. Die Ebit-Marge des Herstellers von Pritt und Persil war von zehn Prozent im Jahr 2009 auf 16,1 Prozent im dritten Quartal 2013 gestiegen. Der Henkel-Chef hatte unter anderem den Marken-Dschungel im Henkel-Reich gelichtet und das Wachstum in den Schwellenländern angekurbelt. Er hatte sich für das vergangene Jahr ein organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent zum Ziel gesetzt, die bereinigte Ebit-Marge soll im Gesamtjahr bei rund 15 Prozent liegen. Henkel legt am 20. Februar seine Bilanz für das vergangene Jahr vor.

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