Siemens baut deutschlandweit 1700 Arbeitsplätze ab

Konzernumbau: Siemens baut 1700 Stellen in Deutschland ab

, aktualisiert 11. Mai 2017, 13:36 Uhr

Siemens will in den nächsten Jahren durch Digitalisierung und weitere Effizienzmaßnahmen knapp 1700 Stellen in Deutschland abbauen. Bei dem Umbau wolle man möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen.

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Der Münchener Konzern Siemens richtet sich neu aus.

Der Elektrokonzern Siemens treibt seine Neuausrichtung mit einem weiterem Arbeitsplatzabbau voran. Deutschlandweit sollen in den kommenden Jahren insgesamt rund 2700 Jobs gestrichen, ver- oder ausgelagert werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Davon sollen knapp 1700 Stellen abgebaut werden, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet. Bei dem Umbau wolle man möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen, so Siemens.

Besonders betroffen sind die interne Unternehmens-IT, wo es alleine um 1350 Jobs geht, sowie die digitale Fabrik und die Zugsparte, aber auch die Ausbildung des Konzerns. Weitere rund 1.000 Arbeitsplätze sollen zu externen Dienstleistern wandern oder innerhalb des Konzerns verlagert werden. Es sei jedoch geplant, im gleichen Zeitraum in Deutschland rund 9.000 Mitarbeiter neu einzustellen.

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Mit den Maßnahmen, die sowohl Stellenabbau als auch die Ver- und Auslagerung von Jobs umfassen, reagiert das Unternehmen auf Probleme in einzelnen Geschäftsbereichen wie der Zugsparte. In anderen Sparten soll die Fertigung optimiert werden. Auch in der Ausbildung, die bisher auf 33 Standorte verteilt ist, kommt es zu Einschnitten.

Siemens-Quartalszahlen Kommt bald die nächste Stufe des Konzernumbaus?

Im zweiten Quartal lag Siemens klar über den Erwartungen und blickt auch optimistischer auf das Gesamtjahr. Doch über allem schwebt eine Frage: Zündet Siemens-Chef Joe Kaeser bald die nächste Stufe des Konzernumbaus?

Siemens Quelle: dpa

Da die Maßnahmen für mehrere Sparten vorgesehen sind, verteilen sie sich auf zahlreiche Standorte. In der zur digitalen Fabrik gehörenden Sparte in Fürth sind rund 450 Jobs betroffen und in der Zugsparte in Krefeld weitere rund 300.

Siemens hatte erst in der vergangenen Woche gute Quartalszahlen vorgelegt, die besser ausgefallen waren, als auch von vielen Analysten erwartet. Konzernchef Kaeser treibt den Wandel des Unternehmens in Richtung Digitalisierung und Industrie 4.0 seit einiger Zeit entschieden voran und hatte immer wieder angekündigt, auch auf Probleme in einzelnen Geschäftseinheiten frühzeitig zu reagieren. Siemens hat deutschlandweit insgesamt rund 114.000 Beschäftigte.

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