Kooperations-Streit: Suzuki will im Streit mit VW ein Schiedsgericht anrufen

Kooperations-Streit: Suzuki will im Streit mit VW ein Schiedsgericht anrufen

, aktualisiert 18. November 2011, 10:30 Uhr
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Ein Volkswagen-Logo spiegelt sich neben einem Suzuki-Logo.

von Jan KeuchelQuelle:Handelsblatt Online

Das Duell der vermeintlichen Partner VW und Suzuki spitzt sich dramatisch zu. Volkswagen weigert sich bisher, seine Suzuki-Aktien an den japanischen Autobauer zurückzugeben. Eine gütliche Einigung scheint weit entfernt.

TokioDie Ankündigung einer Pressekonferenz ist normalerweise nichts Aufregendes. Geht es aber um Japans Autobauer Suzuki und fällt dann noch das Wort VW, sind die Redaktionen in Japan und Deutschland gespannt. Welcher Schachzug im Streit der Noch-Partner wird als nächstes gemacht? Suzuki hat nun in einem Email-Statement angekündigt, sich an die Gerichte zu wenden. Später ließ der Konzern verlauten, dass Firmenboss Osamu Suzuki die Allianz von diesem Moment an als beendet betrachte.

Doch so einfach ist das nicht. VW hält seit 2009 einen Anteil von 19,9 Prozent an Suzuki, und diesen will es nicht an Suzuki zurückverkaufen, wie ein Firmensprecher bekannt gab. Konkret werde sich Suzuki, vor allem im Bau von Kleinwagen versiert, an ein Internationales Schiedsgericht wenden, um VW per Schlichtungsverfahren zum Verkauf bewegen. Auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung am heutigen Freitag habe Suzuki sich zu diesem Vorgehen entschlossen, so die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“.

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Der Streit war in den vergangenen Wochen eskaliert. Suzuki und VW werfen sich gegenseitig Vertragsbruch vor. Der Deutsche Autobauer sieht in dem Kauf von Motoren von Fiat durch Suzuki eine Überschreitung der Partnerschaftsabrede.
Suzuki hält VW entgegen, dass es nicht, wie festgelegt, Zugang zu VWs Technologie hat.

Die 2009 unter viel Medienrummel geschmiedete Allianz war aber schon vorher brüchig. VW ging die Zusammenarbeit nicht schnell genug, Suzuki fühlte sich ausgenutzt und nicht wirklich als Partner behandelt. VW hat unter anderem Suzuki als Tochterfirma in seinen Bilanzen geführt, hat dies nun aber geändert in das Halten einer Holdingbeteiligung.

Das VW so verbissen an der Allianz festhält, liegt wohl auch dran, dass die Deutschen ansonsten ein Zugang zum wichtigen indischen Markt haben. Die Interesse an einer Zusammenarbeit mit Suzuki geht unter anderem auch darauf zurück, dass Suzuki über sein Tochterunternehmen führend beim Kleinwagenbau in Indien ist.

Quelle:  Handelsblatt Online
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